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    <title>homoeopathie-psychotherapie-graefeling</title>
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    <item>
      <title>Literatur von Dorit Zimmermann</title>
      <link>https://www.homoeopathie-psychotherapie-graefelfing.de/literatur-von-dorit-zimmermann</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Ein Auszug aus dem Literaturangebot von Dorit Zimmermann
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
           Zimmermann, Dorit: Kummermittel in der Homöopathie. Haug Verlag. Stuttgart, 2015 
          &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
           Zimmermann, Dorit: Wege aus der Schmerzspirale - mvg Verlag 
          &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
           Zimmermann, Dorit: Kindersprechstunde bei Doktor Natur: Mit heimischen Kräutern Kinderkrankheiten vorbeugen und behandeln | Knaur MensSana HC 
          &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
           Zimmermann, Dorit: Frauen-Heilkräuter: Wohlfühlen, gesund bleiben und heilen mit der Kraft heimischer Pflanzen Br | Knaur MensSana HC
          &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 17 Nov 2025 12:35:50 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Muttermittel in der Homöopathie</title>
      <link>https://www.homoeopathie-psychotherapie-graefelfing.de/muttermittel-in-der-homoeopathie</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Muttermittel in der Homöopathie
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei Menschen, die ein Muttermittel benötigen, liegt häufig eine Bindungsstörung in der frühen Kindheit vor, sodass sich das dringend erforderliche Urvertrauen in sich und das Leben nicht oder nur unzureichend ausbilden konnte. ((BU))
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wichtige, aber kaum bekannte Arzneimittel
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese wertvollen, bis auf die Muttermilch noch wenig bekannten homöopathischen Mittel können in zweifacher Hinsicht als Muttermittel bezeichnet werden: Zum einen entstammt deren Ursubstanz dem mütterlichen Organismus, mit der gemeinsamen Aufgabe, den Nachwuchs wachsen und gedeihen zu lassen, ihn zu nähren und zu schützen. Zum anderen handelt es sich um Homöopathika, die thematisch mit mütterlichen Eigenschaften und Tugenden zu tun haben. Menschen, vor allem weibliche Menschen, die ein Muttermittel als Heilsubstanz benötigen, sind eher weich, warmherzig, wenig aggressiv oder zumindest aggressionsgehemmt, nachsichtig, fürsorglich, liebevoll, emotional, nicht nachtragend, wollen es dem anderen recht machen, für ihn da sein und so weiter. Hier besteht eine große Ähnlichkeit zu den Milchmitteln der einzelnen Säugetiere wie Lac caninum (Hundemilch), Lac vaccinum (Kuhmilch), Lac vaccinum defloratum (entrahmte Kuhmilch) und Lac felinum (Katzenmilch), um nur einige Beispiele zu nennen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Zentrum stehen Probleme mit der eigenen Identität (Wer bin ich? Was will ich?), mit der Beziehung zu anderen Menschen und zum eigenen Körper sowie mit der Menschwerdung schlechthin. Es geht um Selbst- und Nächstenliebe sowie um die Eigenwahrnehmung, welche im Mutterleib beginnt, und bei den Muttermittel-Menschen häufig gestört ist.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Zu den einzelnen Muttermitteln
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Lac humanum aus der Milch einer stillenden Mutter ist eines der bekanntesten Muttermittel, hilfreich für Menschen, die sich allein und verlassen fühlen und denen es an menschlicher Wärme fehlt. Das Thema „Mensch“ beschäftigt sie sehr, so können sie sich über die Schlechtigkeit der Menschheit echauffieren.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Lac humanum / Lac maternum
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit der Muttermilch, Lac humanum (aus der Milch einer stillenden Mutter) oder Lac maternum (aus der Milch verschiedener stillender Frauen), wird der Mensch Schluck für Schluck zum Erdenbürger, durch sie schafft er den Übergang von der intrauterinen in die extrauterine Welt. Folglich sind die zentralen Themen dieses Mittels Verlust- und Verlassenheitsgefühle, Bindungsprobleme, Mitgefühl und Zugehörigkeit sowie die Ablehnung des eigenen Körpers, aber auch Suchtverhalten und Essstörungen (Anorexia nervosa und Bulimie). Klinisch ist dieses Mittel oft angezeigt bei „Frauenproblemen“ wie Menstruationsstörungen, Schwangerschaftsproblemen und klimakterischen Beschwerden, da Muttermilch viele weibliche Hormone enthält. Aber auch Taubheitsgefühle in diversen Körperteilen gehören zum Mittelbild von Lac humanum. Menschen, die einen engen Bezug zu diesem Mittel haben, fühlen sich häufig verlassen und isoliert. Sie wünschen sich ein harmonisches Umfeld, voller Liebe und Zuneigung mit viel Körperkontakt. Ihre Hauptangst besteht darin, von den Menschen, die sie am meisten lieben, zurückgewiesen zu werden. Dennoch wirken sie oft distanziert und gleichgültig. Typisch sind Träume von toten Menschen, z. B. von verstorbenen Familienangehörigen sowie davon, verlassen zu werden. Des Weiteren fällt ein ausgeprägtes Verlangen nach Süßigkeiten auf, vor allem nach Schokolade sowie nach warmen und wärmenden Speisen wie Ingwer.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Botschaft des Mittels:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich fühle mich verlassen und nicht geliebt von den Menschen, die ich am allermeisten liebe und brauche.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Folliculinum
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Folliculinum, das Östrogen aus dem Ovarialfollikel, weist ebenfalls einen deutlichen Bezug zu Bindungsproblemen zwischen Mutter und Kind auf sowie zur Abhängigkeit von einem anderen Menschen ganz allgemein. Es geht um mangelnde Identität und Selbstzweifel, um Selbstverleugnung, kurz um die Unfähigkeit, selbstständig zu werden. Melissa Assilem, die ein Buch über die „Muttermittel in der Homöopathie“ geschrieben hat, bezeichnet Östrogen als Hormon des Selbstvergessens oder der Selbstaufgabe, was dem Kern des Mittelbildes entspricht. Aus ihrer Sicht ist Folliculinum dann angezeigt, wenn ein Mensch kein eigenes Autoritätsgefühl besitzt und nie gelernt hat, nein zu sagen. Dieses Heilmittel verleiht dem Menschen die Fähigkeit, Macht über sich selbst und einen eigenen Willen zu entwickeln. Folliculinum, so Melissa Assilem, spende Wissen darüber, dass es ein Selbst gibt, welches man beanspruchen kann und darf. Menschen, bei denen man an Folliculinum als Heilmittel denken kann, verlieren sich in Beziehungen, haben große Schwierigkeiten, sich abzugrenzen, ihre eigenen Wünsche kundzutun. Sie weisen nicht selten ein Helfersyndrom auf und leben für die Bedürfnisse anderer. Sie fühlen sich kontrolliert und unfrei. Oft handelt es sich bei diesen Menschen um fraulich aussehende, aufopferungsvolle Mütter mit periodischen Beschwerden der weiblichen Organe. Typische körperliche Probleme sind Erkrankungen der Hormondrüsen wie Zysten (z. B. Ovarialzysten), Fibrome, Zyklusbeschwerden (Dysmenorrhoe, Metrorrhagie), PMS, Wechseljahresbeschwerden (mit Haarausfall oder Haarwuchs an ungewöhnlichen Stellen und nächtliche Hitzewallungen), Ovarialtumore, polyzystisches Ovar, eine Allergie gegen Östrogen, Migräne, Mb. Raynaud, Herzbeschwerden, wiederkehrende Blasenentzündungen und Essstörungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Botschaft des Mittels:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Wer bin ich?
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Was will ich?
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich darf meinen Willen kundtun und tue es auch.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Placenta humana
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Placenta humana, gewonnen aus der menschlichen Plazenta, dem Mutterkuchen, spiegelt die Angst vor der Zukunft wider: Was kommt auf mich zu? Kann ich dem gerecht werden? Das erzeugt ein Gefühl der Unzufriedenheit und Unbehaglichkeit – man fühlt sich nicht recht wohl in seiner Haut. Alles scheint sinnlos und irritierend. Das Mittel wurde 1994 von Melissa Assilem geprüft. Es hat sich als hilfreich bei der Behandlung autistischer Kinder erwiesen, die unter Placenta humana in die Welt zurückkehrten. Klinisch hat sich das Mittel zur Therapie bei Dysmenorrhoe, Unfruchtbarkeit, Essstörungen, Impfschäden, Atembeschwerden, Autismus und Asperger-Syndrom sowie bei Allergien und tiefem, altem Kummer (DD: Nat-m.) bewährt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine klassische Placenta-humana-Indikation wäre eine Mutter, die sich aufopfernd um ihre Kinder gekümmert hat, dann jedoch in ein tiefes Loch fällt und sich total überflüssig fühlt, nachdem diese das Haus verlassen haben. Hier sieht man deutlich die Parallele zur Ursubstanz und deren Bestimmung: Sobald das Kind geboren ist und in die Welt entlassen wurde, wird die Plazenta nicht mehr gebraucht und verworfen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Botschaft des Mittels:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Angst vor der Zukunft
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Angst, auf eigenen Füßen zu stehen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Vernix caseosa
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vernix caseosa, auch Käseschmiere genannt, umhüllt das Ungeborene wie ein Schutzmantel. Diese weißliche Fettschicht besteht aus Talg, vermischt mit abgestorbenen Hautzellen. Sie schützt die kindliche Haut nicht nur vor äußerlichen Einflüssen, sondern sie ist auch antibakteriell und enthält Vitamin K. Dieses wertvolle Vitamin bewahrt das Neugeborene vor gefürchteten Hirnblutungen, nachdem es nach der Geburt mitsamt der Käseschmiere von der kindlichen Haut absorbiert wurde. Als homöopathisches Mittel weist Vernix caseosa vier Themenschwerpunkte auf:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gefühl, ungeschützt und verletzlich zu sein
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sich angegriffen und verfolgt fühlen,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mangel an Selbstwert- und Identitätsgefühl,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Diverse Hautprobleme.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Empfindsamkeit auf alles, was von außen einwirkt, lässt an ein Pflanzenmittel denken. Zusammen mit der Verletzlichkeit denkt man unwillkürlich an die Ranunculaceae wie Aconitum, Pulsatilla, Staphisagria etc. Melissa Assilem weist daraufhin, dass sich Menschen, die Vernix brauchen, von allem angegriffen fühlen, was sie umgibt. Ihnen mangelt es an innerer und äußerer Sicherheit. Sie reagieren empfindlich auf Schadstoffe aus der Umwelt – ihnen fehlt der angeborene Schutzmantel. Und sie haben ein starkes Kontrollbedürfnis. Ihre Umgebung wird als unmittelbare Bedrohung empfunden. Als Reaktion ziehen sie sich in ihr „Schneckenhaus“ zurück. Diese Menschen sind nicht in der Lage, in Kontakt mit der Welt und ihrer Bewohner zu treten: Sie fühlen sich zu ungeschützt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf körperlicher Ebene finden sich zahlreiche Hautprobleme, z. B. ein wundes Gefühl unter der Haut, Ekzeme (z. B. Säuglingsekzem), Allergien, Umwelterkrankungen und chronische Erschöpfung (CFS).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Botschaft des Mittels:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mir fehlt der Schutzmantel zwischen Umwelt und Individuum. Ich bin zu empfindlich und dünnhäutig für diese Welt. Das Arzneimittel spendet Sicherheit und Zuversicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Aqua amniota humana
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aqua amniota humana, das menschliche Fruchtwasser, umgibt den Fetus bis zur Geburt. Es setzt sich aus mütterlichen und kindlichen Anteilen zusammen. Das Fruchtwasser dient unter anderem als „Schutzpolster“ vor möglichen Stößen. Menschen, die Aqua amniota humana als homöopathisches Mittel brauchen, sehnen sich zurück in den Mutterleib, haben auffallend geschärfte Sinne und ein untrügliches Gespür für Atmosphären und Stimmungen. In der Arzneimittelprüfung fühlten sich die Teilnehmer in eine Art intrauterinen Zustand zurückversetzt. Themen von Schwangerschaft und Geburt tauchten auf. Auch der Atem spielte eine zentrale Rolle. So berichteten die Prüflinge, sie hätten kein Bedürfnis gehabt zu atmen und glaubten, sie könnten unter Wasser atmen. Auch tauchte das Gefühl auf, nicht gewollt zu sein, alles falsch zu machen. Bewährte Indikationen sind trockene Schwangerschaften mit wenig Fruchtwasser, Mekonium im Fruchtwasser, Tod eines Zwillings im Mutterleib und Steißlagen. Des Weiteren sind folgende Symptome beobachtet worden: vermehrter Speichelfluss, Beschwerden der weiblichen Fortpflanzungsorgane, unterdrückte oder starke Menses, nie wieder gesund seit Abort, Schmerzen oder Ekchymosen (kleinflächige, fleckenförmige Blutung der Haut) in der Nabelgegend, Meteorismus, trockene Haut, unruhiger oder auch komaartiger Schlaf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Botschaft des Mittels:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zurück in den Schutz des Mutterleibs
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Verbunden / getrennt
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Oxytocinum
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Begriff Oxytocin kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „leicht gebären“. Dieses Hormon wird im Hypothalamus gebildet und über Axone zur Hypophyse transportiert, wo es zunächst gespeichert und bei Bedarf abgegeben wird. Es hat nicht nur eine wichtige Bedeutung während des Geburtsprozesses, sondern auch für die Bindung zwischen Mutter und Kind, das sogenannten Bonding. Unter und nach der Geburt bewirkt es die Kontraktion der Uterusmuskulatur und löst so Wehen und Nachwehen aus. Darüber hinaus regt es die Milchejektion (Entleerung der Drüsenbläschen) durch Stimulation der Milchdrüsen an. Oyxtocin senkt Blutdruck und Kortisolspiegel, wirkt beruhigend und entspannend. Die Bereitstellung dieses wichtigen „Bindungshormons“ erfolgt über Körperkontakt, beispielsweise wenn das nackte Neugeborene der Mutter unmittelbar nach der Geburt auf die entblößte Brust gelegt wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Schulmedizin macht sich die wehenfördernde Wirkung dieses Hormons zu eigen und verabreicht Oxytocin medikamentös in Form von Tabletten, Nasenspray oder intravenös als „Wehentropf“, wenn die Gebärmutterkontraktionen nicht stark genug sind. Die Folge ist leider oft ein wahrer „Wehensturm“, den die Gebärende kaum noch kontrollieren kann. Das Kind wird mit aller Wucht ins kleine Becken gedrückt und kann sich nicht richtig in den Geburtskanal drehen – es bleibt stecken, wird traumatisiert. Nicht selten müssen eingeleitete Geburten invasiv beendet werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Homöopathisch wird Oxytocin eingesetzt, wenn die erste Bindung zwischen Mutter und Kind gestört war oder gar nicht stattgefunden hat. Betroffen sind Menschen, die unmittelbar nach der Geburt intensivmedizinisch versorgt werden mussten wie z.B. Frühchen, oder Adoptivkinder, die bewusst keinen Kontakt zur leiblichen Mutter haben sollten. Auch ein Trauma oder ein Schock während der Geburt kann das Bonding erheblich beeinträchtigen. Die Folge ist eine mitunter lebenslange Bindungsstörung: Die Betroffenen sind nicht in der Lage, eine tiefe, innige Beziehung einzugehen. Sie fühlen sich isoliert und abgetrennt vom Rest der Menschheit – können stark autistische Züge annehmen. Mitunter reagieren sie äußerst empfindlich auf äußere Reize wie Farben, Klänge oder Stimmungen. Reaktionsmangel wechselt ab mit Ruhelosigkeit und innerer Unruhe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Oxytocinum ist angezeigt bei Menschen, die eine enttäuschte Liebe zu verkraften haben oder die nicht in der Lage sind, eine gesunde Beziehung zu ihrem Kind oder einem Partner aufzubauen. Häufig haben diese Patienten große Probleme mit Nähe und Berührung. Verwandte Mittel sind die anderen Muttermittel, v.a. Lac humanum und Placenta humana.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Passend zur Wirkung der Ursubstanz treten auf körperlicher Ebene Spasmen der glatten (unwillkürlichen) Muskulatur auf, diese ist angespannt und hart, das Nervensystem hypervigilant, sprich übererregt. Weitere Symptome von Oxytocinum sind Schlafstörungen oder das Gegenteil: ausgesprochen tiefer Schlaf; Unruhe; Druck im Kopf oder in der Brust; Ausschläge und Allergien; ein gesteigerter Herzrhythmus; Bauchkrämpfe sowie verminderter Appetit und Durst.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Das Hahnemann-Institut der Niederlande hat Oxytocin im Jahr 2009 in Form einer Trituration geprüft. Leider gibt es dazu keine Einträge im Synthesis (Radar 10.5.003).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Botschaft des Mittels:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach nicht erfolgtem Bonding bestehen ernsthafte Probleme tiefe Beziehungen einzugehen. Gefühl der Isolation
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Umbilicus humanus
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei Umbilicus humanus, der menschlichen Nabelschnur, geht es um Verbindung und Einbindung. Die Betreffenden fühlen sich ausgeschlossen – als Außenseiter. Aber auch die Muttermittel-typischen Identitätsthemen tauchen auf: Wer bin ich? Gefühl, im falschen Körper zu stecken. Die zentrale Frage lautet: Wie kann ich mich mit der Menschheit verbinden, ohne meine ursprüngliche Identität zu verlieren? Melissa Assilem hält das Mittel für hilfreich bei: Libidoverlust, Angst vor Intimität, Selbstwertverlust, Abneigung gegen den eigenen Körper und dem Gefühl, verunstaltet zu sein. Sie sagt, es sei ein wunderbares Mittel, um sich wieder mit dem „inneren Kind“ zu verbinden. Ein körperlicher Schwerpunkt liegt im Bereich des Solarplexus. Symptome, die auf Umbilicus humanus als homöopathisches Mittel hinweisen, sind Haarausfall, häufiger Stuhlgang, Ekchymose (siehe oben) in der Nabelgegend, Schmerzen im rechten Eierstock, Atemnot mit dem Gefühl zu ersticken (Empfinden wie ein Eisenband um den Brustkorb), starkes Herzklopfen, Kribbeln, Lähmungs- und Taubheitsgefühl, Steifigkeit und Wundheit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Botschaft des Mittels:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wer bin ich?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wie kann ich mir meine Identität bewahren und trotzdem Teil der Gruppe sein?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Ähnlichkeiten zu anderen homöopathischen Mitteln
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Bezug auf die große Verletzlichkeit und Empfindlichkeit durch äußerliche Einflüsse bestehen Ähnlichkeiten zu den Pflanzenmitteln, und hier, wie gesagt, vor allem zu den Ranunculaceen. Besonders die sanfte, anhängliche, aber launenhafte Pulsatilla und die aggressionsgehemmte, überempfindliche Staphisagria drängen sich auf. Parallelen gibt es auch zu den mineralischen Mitteln in der dritten Reihe des Periodensystems wie Natrium muriaticum, Phosphor und den Magnesiumverbindungen. Bei diesen Mitteln geht es ebenfalls um die Entwicklung des Egos und das Verhältnis zu anderen Menschen (Wer bin ich? Darf ich so sein, wie ich bin? Wie komme ich an? Werde ich geliebt?) Bezüglich des Wunsches, es anderen recht zu machen, den eigenen Willen zu unterdrücken, angepasst und pflegeleicht zu sein, fühlt man sich unwillkürlich an Carcinosinum erinnert, die Krebsnosode. Auf der körperlichen Ebene erinnern die mannigfachen Beschwerden rund um den Zyklus und die weiblichen Hormone an Sepia – auch bei diesem Mittel aus dem Tierreich dreht sich vieles um den Konflikt zwischen den eigenen Bedürfnissen und den Erwartungen der anderen. Und schließlich sollte man auch Oophorinum im Hinterkopf behalten, wenn klimakterische Beschwerden im Vordergrund stehen, vor allem nach Entfernung der Eierstöcke. Dieses Mittel wird aus dem Extrakt eines Eierstocks (von Schaf oder Kuh) gewonnen und wurde bereits von William Boericke erwähnt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es bedarf also der genauen Differenzierung durch einen erfahrenen Homöopathen, um das passende Mittel (Simillimum) für den ganzen Menschen zu finden. Dabei müssen sowohl die seelischen als auch die körperlichen Symptome erfasst und berücksichtigt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Literatur:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Melissa Assilem: Muttermittel in der Homöopathie. Narayana Verlag, 2012
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dorit Zimmermann: Die Milchmittel in der Homöopathie. In: Natur und Heilen 08/2011
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dorit Zimmermann: Kummermittel in der Homöopathie. Haug Verlag, 2015
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Homoeopathia viva 2/12
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 17 Nov 2025 12:27:21 GMT</pubDate>
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      <title>Wo es kreucht und fleucht</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Formica rufa, die Rote Waldameise, ist ein wichtiges Heilmittel bei rheumatischen Gelenkbeschwerden mit Besserung durch Wärme.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Homöopathisch werden Insektenmittel bislang vorwiegend akut verordnet. Seit Rajan Sankaran und der Empfindungsmethode wissen wir, dass sie auch als chronische Mittel ihre Berechtigung haben und neben der körperlichen auch eine tiefe seelische Wirkung entfalten, wenn sie angezeigt sind. Voraussetzung dafür ist eine individuelle, ganzheitliche Anamnese. Hilfreich ist zudem die Zuordnung nach Reichen und Unterreichen. Der folgende Artikel mag Ihnen einiges über die Qualitäten und Modalitäten eines Insektentyps verraten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insekten sind die artenreichste Klasse in der ganzen Tierwelt. Beinahe eine Million Insektenarten sind bislang wissenschaftlich beschrieben worden. Damit sind mehr als 60 Prozent aller bekannten Tierarten Insekten, auch Kerbtiere genannt. Es wird vermutet, dass es vor allem in den tropischen Regenwäldern noch Millionen unentdeckter Arten gibt. Fossil lassen sich Insekten zum ersten Mal vor rund 400 Millionen Jahren im Devon nachweisen. Taxonomisch gehören sie zu den Gliederfüßern (Arthopoda). Der Begriff „Insekt“ wurde im 18. Jahrhundert vom lateinischen Wort „insectum“ abgeleitet, was so viel heißt wie „eingeschnittenes (Tier)“ und sich auf die stark voneinander abgesetzten Körperteile der Krabbeltiere bezieht. Sie verfügen über ein Exoskelett – ein Außenskelett, das ihrem Organismus eine stabile äußere Struktur und Hülle verpasst. Die Bandbreite der Insekten reicht von winzigen Arten, die nur wenige Millimeter groß sind, bis hin zu 30 Zentimeter langen Stabheuschrecken. Systematiker sind sich uneins darüber, ob nur die geflügelten Tiere bzw. jene, die zumindest geflügelte Ahnen hatten, zu den Insekten zählen, oder auch flügellose Spezies.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Innerhalb der großen Gruppe der Insekten werden 27 Ordnungen gezählt, von denen 11 in der Materia Medica vertreten sind. Einige wie Apis, Coccus cacti, Cantharis, Formica rufa und Vespa sind gut geprüft. Zu den meisten Insektenmitteln liegen hingegen nur unzureichende Informationen vor. Interessanterweise werden Insekten homöopathisch in erster Linie bei akuten Beschwerden verordnet: Cantharis bei hochakuter Blasenentzündung mit brennenden Schmerzen, Apis zur Behandlung schmerzhafter Insektenstiche und Coccus cacti bei Keuchhusten. Als „Konstitutionsmittel“ werden die Insekten vor allem nach der Empfindungsmethode Rajan Sankarans verordnet. Welche Rolle sie dabei spielen und woran man einen Patienten erkennt, der ein Insektenmittel benötigt, davon handelt der vorliegende Artikel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Der Insektentyp
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Menschen, deren Heilmittel in der großen Gruppe der Insekten zu suchen ist, zeichnen sich durch ihre auffallende Ruhelosigkeit aus: Sie sind immer „busy“. Entsprechend ist das Hauptkennzeichen der Insektenmittel ihre Emsigkeit und Rastlosigkeit. Insekten-Menschen definieren sich über ihre tägliche Arbeit, in diese stecken sie ihre Energie und ihr Engagement. Dabei geht es weniger um Erfolg, Macht oder Anerkennung, sondern um die Tätigkeit an sich. Sie können nicht (aus)ruhen, sind immer geschäftig. Demzufolge geht es ihnen besser, wenn sie in Aktion sind. Bei ihrer jeweiligen Tätigkeit gehen sie in der Regel strukturiert und planvoll vor – Chaos ist nicht ihr Ding. Jedoch kann ihre Rastlosigkeit auch zu leerer Betriebsamkeit führen, die kein sichtbares Ergebnis hervorbringt, was zu Frustration führt. Insekten-Menschen leben nach dem Glaubenssatz, dass sie nur durch ihre Leistung wertgeschätzt werden, also nicht um ihrer selbst willen. Typischerweise erledigen sie ihre Arbeiten rasch, sie sind flink und agitiert. Zudem sind sie ständig auf der Suche nach neuen Herausforderungen – sie langweilen sich schnell, wenn sie über längere Zeit derselben Beschäftigung nachgehen müssen. Demzufolge zählen die allermeisten Insektenmittel zum tuberkulinischen Miasma, dessen Themen u. a. die Geschwindigkeit und der Wunsch nach Neuem sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieses permanente Zuviel an Aktivität führt zu körperlicher Erschöpfung, wobei der Geist wach und aktiv ist. Es ist, so schreibt Peter Fraser in seinem Buch über die Insekten in der Homöopathie, „als könne der Körper mit dem Geist nicht Schritt halten.“ (Peter Fraser, S. 13)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist ihr Ehrgeiz: Insekten-Menschen neigen dazu, ihre Leistungen mit denen anderer zu vergleichen – ein grundsätzlicher Hinweis auf das Tierreich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Entsprechende Rubriken
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           G – Aktivität – Verlangen nach (160): Apis (2-w-), Canth., Form. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Angst – Familie, um seine (37): Apis, Form. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Ehrgeiz – erhöht, vermehrt, sehr ehrgeizig (70): Apis, Canth., Form., Vesp. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Ehrgeiz – erhöht, vermehrt, sehr ehrgeizig – Wettbewerb mit anderen, vergleicht sich mit ihnen; steht (22): Apis, Canth., Form., Vesp. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Eifersüchtig (87): Apis (2-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Geschäftig, betriebsam (156): Apis (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Ruhelosigkeit (699): Apis (2-w.), Canth., Coc-c., Form. , Vesp. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Ruhelosigkeit – Bewegen – muss sich ständig (42): Apis (2-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Allg – Sexuelles Verlangen – Unterdrückung des sexuellen Verlangens (29): Apis (3-w.) 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Genitalien und Sexualität – vermehrt (27): Canth. (3-w.)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insekten bringen massenhaft Nachkommen hervor, von denen die wenigsten überleben. Das unterscheidet sie von anderen Tierarten. Ihre Überlebensstrategie scheint auf Quantität, statt auf Qualität zu basieren, wie der italienische Homöopath Massimo Mangialavori in seinem Buch über die Insekten und Parasiten in der Homöopathie festhält. Er konstatiert eine starke Ichbezogenheit bei seinen Insekten-Patienten, die der Wesenheit der Insekten zu widersprechen scheint. Leben diese doch in größeren Verbänden oder Kolonien zusammen, bei denen jedes Mitglied seine spezifische Aufgabe zu erfüllen hat. Das eigene Interesse muss dem der Gruppe untergeordnet werden, was bei den Insekten-Patienten zu der Empfindung führt, zu kurz zu kommen. „Diese Menschen (die Insekten, Anm. d. Verf.) sind nur auf ihr `Ich´ fixiert; wer `Ich bin´ und `was Ich im Leben tun muss, um Erfolg zu haben´.“ (Massimo Mangialavori, S. 8) In der Rubrik „Gemüt – Ichbezogenheit, Selbstüberhebung“ ist allerdings kein Insektenmittel enthalten, auch nicht in vergleichbaren Rubriken. Da die Insekten keine homogene Gruppe sind, sondern sich durch ihre Unterschiedlichkeit auszeichnen, scheint mir das Thema der Egozentrik vor allem ein Parasiten-Thema zu sein. Diese gehen parasitäre oder symbiotische Beziehungen mit anderen Insekten, Pflanzen, Tieren oder Menschen ein wie Coccus cacti, die rote Schildlaus, oder Pulex irritans, der Menschenfloh. Doch dazu später.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sexualität spielt eine große Rolle bei vielen Insektenmitteln, vor allem bei Apis, der Honigbiene, und Cantharis, der spanischen Fliege. Eifersucht ist ebenfalls ein Thema, in erster Linie bei Apis.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben ihrer Flugfähigkeit, die die meisten Insekten mit den Vögeln teilen, ist das herausragendste Merkmal dieser Tierklasse ihre Fähigkeit zur Transformation und Metamorphose. Nahezu alle Insekten machen eine Verwandlung vom flugunfähigen Larvenstadium zur flugfähigen Geschlechtsreife durch. Viele durchlaufen dabei ein Puppenstadium, bevor sie ihre endgültige adulte Form annehmen. Aussehen und Fressverhalten unterscheiden sich gravierend in den einzelnen Phasen: Während die Puppen und Larven einen schier unstillbaren Appetit an den Tag legen, sind die adulten Formen eher schlechte „Fresser“. Die Fähigkeit zur Verwandlung finden wir im Arzneimittelbild vor allem der Schmetterlingsmittel wieder, über die man einen eigenen Artikel schreiben könnte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Schmetterlinge (Lepidoptera)
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://de.cdn-website.com/0367b24ec06b49fca09fcfa4290cc0b8/dms3rep/multi/AdobeStock_186055425.jpg" alt="Schmetterlinge (Lepidoptera) Tagpfauenauge" title="Schmetterlinge (Lepidoptera) Tagpfauenauge"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schmetterlinge sind noch nicht sehr bekannt in der Homöopathie. Inachis io, das Tagpfauenauge, ist ein Mittel für gesellige Menschen, die sich schnell bedroht fühlen, was eine große Unruhe in ihnen hervorruft. ((BU))
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Körperlich sind Schmetterlings-Menschen eher feingliedrig und fragil. Probleme gibt es häufig im Bereich der Wirbelsäule. Sonne und Wärme verschlimmern, auch im Herbst sind die Beschwerden oft stärker. Trockenes Wetter wird in der Regel besser vertragen. Sie haben großes Verlangen nach Luft und Raum um sich herum. Typisch ist ein Verlangen nach süßen Speisen und Getränken. Sie lieben es zu tanzen, sind ständig in Bewegung und tragen bevorzugt leuchtende Farben. Außerdem haben sie die Neigung, ihre Arme schützend um den eigenen Leib zu schlingen. Die Art und Weise, wie sich diese grundsätzlichen Charakterzüge bei dem betreffenden Menschen äußern, variiert zwischen den einzelnen Schmetterlingsarten. Hier muss differenziert werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quelle: Patricia Le Roux „Schmetterlinge in der Homöopathie“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insekten-Menschen legen besonderen Wert darauf, angesehen, beachtet und anerkannt zu werden. Dies versuchen sie, wie bereits erörtert, durch ihre Arbeitsleistung zu erreichen, aber auch durch ihr Äußeres: Sie tragen gerne auffallende, farbenfrohe Kleidung, sind häufig eitel und geben viel Geld für ihre Garderobe aus. Auch den Haaren gilt ihre Aufmerksamkeit. Laut Peter Fraser weisen fast alle Insektenmittel entsprechende Symptome auf wie Haarausfall, Alopezie und Angst vor Kahlheit. Im Radar ist diese Symptomatik nur für Apis nachweisbar, es mögen aber durchaus Rückschlüsse auf die Insektenmittel im Allgemeinen erlaubt sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Entsprechende Rubriken
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kopf – Haare – Haarausfall (176): Apis, Vespa (1-w.), Canth., Form. (2-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Kopf – Haare – Kahlköpfigkeit (31): Apis (2-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Kopf – Haare – Kahlköpfigkeit – Flecken, in (21): Apis (2-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Kopf – Haare – Haarausfall – Stellen, an kleinen (26): Apis (2-w.)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie bereits beschrieben nehmen Insekten im Laufe ihrer Entwicklung verschiedene Erscheinungsformen an, wobei es auch um die geschlechtliche Identität geht. Zwar sind die meisten Insekten getrenntgeschlechtlich, es gibt jedoch auch einige Zwitter unter ihnen. So können Insekten-Menschen bisexuelle Neigungen aufweisen, was sie in heftige Verwirrung und innere Konflikte stürzt. Besonders ausgeprägt ist dies bei der Stubenfliege: Musca domestica. In der Rubrik „Gemüt – Verwirrung; geistige – Identität; in Bezug auf seine – sexuelle Identität“ ist die Stubenfliege als einziges Insekt enthalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Musca domestica (Stubenfliege)
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Abfall, Schmutz und Unrat sind die Themen der gemeinen Stubenfliege: Das Weibchen legt seine Eier in faulenden Substanzen ab. Innerhalb von 12 Stunden schlüpfen die Maden, die sich nach einer knappen Woche verpuppen. Abhängig von der Umgebungstemperatur erreichen sie innerhalb von einigen Tagen oder Wochen ihre adulte Form. Während die Larven sich ausschließlich von toten und faulenden Substanzen ernähren, fressen die fertigen Stubenfliegen nicht – sie verdauen ihre Nahrung extern mit dem Speichel und saugen sie anschließend mit ihrem Rüssel auf. Da sie zwischen Nahrungsmitteln, Abfällen und Kot hin- und herfliegen, sind sie Überträger diverser Krankheiten, und daher nicht gern gesehen. Diese Affinität zu Unrat trat auch in der Arzneimittelprüfung von Musca domestica zutage. So brachten die Prüfer sich selbst mit Begriffen wie dreckig, schmutzig, vergammelt etc. in Verbindung. Der Musca-domestica-Patient hat das Gefühl, von anderen ausgenutzt zu werden, kann sich nicht dagegen wehren und glaubt, dass es seine Bestimmung ist, den Dreck anderer zu schlucken. Sexualität spielt, wie bereits erwähnt, eine große Rolle, wobei ihr etwas Perverses, Schmutziges anhaftet. Es besteht das starke Bedürfnis zu masturbieren. Die Verwirrung in Bezug auf die eigene sexuelle Identität ist bei Musca domestica auffallend stark ausgeprägt: Die Betroffenen fühlen sich hin- und hergerissen zwischen Homo- und Heterosexualität. Insgesamt sind Musca-Menschen eher furchtsam und ängstlich. Sie wirken unbeholfen, sind vergesslich, aber auch leicht reizbar. Besonders empfindlich reagieren sie auf schrille Töne.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auf körperlicher Ebene ist vor allem eine Affinität zu Herpes zu nennen. Auch rheumatische Beschwerden gehören zum Wirkungsbereich dieses Mittels.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quelle: Peter Fraser „Insekten in der Homöopathie“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insgesamt gelten Insekten-Menschen als sehr sensibel, besonders was ihre Umgebung angeht. Ihre Sinne sind stets angespannt und gereizt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Entsprechende Rubriken
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           G – Beschwerden durch – Erregung – Gemüts; des (102): Apis, Vespa (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Reizbarkeit, Gereiztheit (644). Apis (3-w.), Canth. (2-w.), Coc-c., Form. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Schlaf – Schlaflosigkeit – Erregung, Aufregung agg. (77): Apis (2-w.), Canth. (1-w.)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Schmerzqualitäten der Insektenmittel sind brennend, stechend, scharf, schießend und in einigen Fällen auch zusammenschnürend (z. B. Coc-c.).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Insekten – eine große Gruppe
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die große Gruppe der unterschiedlichsten Insektenarten bietet einen schier unerschöpflichen Fundus für die Homöopathie. So gibt es homöopathische Mittel von Eintagsfliegen, Schmetterlingen, Libellen, Schaben, Schrecken, Läusen, Kerfen sowie Käfern, Flöhen, Zweiflüglern und Hautflüglern. Eine besonders interessante Gruppe sind die Parasiten. Mit ihnen hat sich der italienische Homöopath Massimo Mangialavori ausführlich beschäftigt. Die Rede ist von Läusen, Wanzen, Flöhen, Stechmücken und Blutegeln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Die Parasiten aus Sicht der Homöopathie
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Biologisch betrachtet handelt es sich bei den Parasiten um Organismen, die sich ganz oder zumindest teilweise durch andere Lebewesen ernähren. Daraus resultiert eine starke Abhängigkeit des Parasiten von seinem Wirt. Massimo Mangialavori schildert in seinem Buch „Insekten und Parasiten in der Homöopathie“ seine jahrelangen Erfahrungen mit Parasiten-Patienten. Als herausragende Eigenschaften nennt er Egoismus, Ehrgeiz, Wachsen, Gier, wechselnde Zustände, Photophobie, Hunger und Kälte. Die Prioritäten der Parasiten-Menschen, so Mangialavori, liegen stets dort, wo sie etwas für sich erreichen können. Materieller Reichtum und Geld ist ihnen äußerst wichtig, wobei sie in der Regel alles bekommen, was sie sich in den Kopf gesetzt haben. Sie sind eigenständig und brauchen den anderen nur, um ihre persönlichen Ziele zu verfolgen. Insgesamt zeichnen sich diese Menschen durch eine unglaubliche Gier aus. Diese bezieht sich sowohl auf materielle Güter als auch auf Nahrungsmittel: Parasiten müssen ständig „fressen“. Auf körperlicher Ebene resultieren daraus häufig Verdauungsbeschwerden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Coccus cacti (Rote Schildlaus)
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wie viele Insekten, nimmt die Schildlaus die Eigenheiten ihrer Wirtspflanze an, in diesem Fall des Kaktus, von dem sie sich ernährt. Wir finden bei diesem Mittel das typischen Cactus-grandiflorus-Symptom: Herzbeschwerden als sei ein eisernes Band um die Brust gelegt. Das Mittel hat großen Bezug zu den Atmungsorganen, gehört wie die anderen Insekten auch, zum tuberkulinischen Miasma. Es ist angezeigt bei Keuchhusten und Husten allgemein mit zähem, fadenziehendem Schleim sowie bei Stimmverlust. Der Hals fühlt sich an, als sei er zusammengeschnürt, verbunden mit der Empfindung eines Fremdkörpers. Gemütssymptome sind zu diesem Mittel kaum bekannt. Mangialavori berichtet von Coc-c.-Fällen mit Patienten, die anders als die arbeitssamen Insekten wie Apis, Vespa, Cantharis oder Formica, eher träge, bequem und arbeitsscheu erscheinen. Ein Junge beispielsweise wurde von seinen Eltern als ausgesprochen faul beschrieben. Er hatte viele Tics, zum Beispiel musste er zwanghaft schlucken. Der Junge gab an, er hätte das Gefühl eines Fremdkörpers im Hals, außerdem verliere er häufig seine Stimme. Seine Eltern berichteten, er würde am liebsten den ganzen Tag auf dem Sofa sitzen, fernsehen und dabei Kekse oder Sahnetorte verschlingen. Interessanterweise erzählt der Junge, er wünsche sich später 14 Kinder, damit diese bei der Arbeit helfen könnten, während er zu Hause bleiben und lesen würde.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Quelle: Massimo Mangialavori, Insekten und Parasiten in der Homöopathie“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Literatur:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Fraser, P.: Insekten in der Homöopathie. Der Erde entfliehen. Narayana Verlag. Kandern, 2013
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Le Roux, P.: Schmetterlinge in der Homöopathie. Narayana Verlag. Kandern, 2009
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mangialavori, M.: Insekten und Parasiten in der Homöopathie. Narayana Verlag. Kandern, 2009
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Phatak, S. R.: homöopathische Arzneimittelbilder. Urban &amp;amp; Fischer. München, 2004
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 01 Sep 2025 08:23:41 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Möglichkeiten und Grenzen der Homöopathie</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Grenzen der Homöopathie
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Homöopathie stößt dort an ihre Grenzen, wo eine Regeneration nicht mehr möglich ist. Wenn eine Krankheit bereits so weit fortgeschritten ist, dass eine Heilung ausgeschlossen ist, kann auch die Homöopathie nur noch palliativ, sprich lindernd wirken. Dies erleben wir beispielsweise bei schweren zerstörerischen Krankheiten wie Krebs. Aber auch ein amputiertes Bein kann selbst mit dem bestgewählten homöopathischen Mittel nicht mehr nachwachsen. Diese Fälle, so tragisch sie im Einzelnen auch sein mögen, sind nicht typisch für die tägliche Praxis.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Grenzen des Homöopathen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viel häufiger erleben wir den Fall, dass der Therapeut selbst an seine Grenzen stößt, was nicht immer mit mangelnder Erfahrung zu tun hat. Auch versierte Homöopathen mit langjähriger gutgehender Praxis kommen oft nicht weiter, finden das passende homöopathische Mittel nicht. Auch dafür gibt es unterschiedliche Gründe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Grenzen des Patienten
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Patient und das, was er dem Therapeuten erzählt, sind der Schlüssel zum Simillimum, sprich zum passenden Arzneimittel, welches den entscheidenden Anstoß zur Heilung gibt. Und hier liegt die Verantwortung des Patienten: Je genauer er sich beobachtet, in sich hineinblickt und je treffender die Worte sind, die er für seine Beschwerden wählt, desto leichter fällt es dem Therapeuten, eine Beziehung zwischen dem Leiden des Patienten und einem bestimmten Arzneimittel herzustellen. Andersherum formuliert muss man leider sagen, wenn der Patient aus welchen Gründen auch immer, die entscheidenden Symptome und Empfindungen für sich behält, hat der Homöopath wenig Chancen, das richtige Mittel zu finden. Auch das ist ein Lernprozess – so wie der Homöopath sein Handwerkszeug erlernen muss, so muss auch der Patient erst allmählich lernen, sich genau zu beobachten, in sich hineinzuspüren und das Empfundene in passende Worte zu kleiden. So gesehen ist die Homöopathie ein Weg, den Patient und Therapeut gemeinsam gehen. Das Ziel heißt Verstehen und letztlich Heilung. Je schwerwiegender ein Leiden ist, desto länger mag der Weg sein. In jedem Fall sind aber Vertrauen und Geduld erforderlich sowie eine realistische Vorstellung davon, was mit der Homöopathie erreicht werden kann und in welchem Zeitraum.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Möglichkeiten der Homöopathie
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unter Berücksichtigung der oben beschriebenen Sachverhalte sind die Möglichkeiten der Homöopathie grenzenlos. Jeder der bereits einschlägige Erfahrungen mit der Homöopathie gemacht hat, wird dies bestätigen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <title>Kummermittel in der Homöopathie</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hinter vielen körperlichen Symptomen verbirgt sich ein Kummer oder eine tiefe Traurigkeit. ((BU))
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Differenzierung nach Reichen und Unterreichen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Rubrik „Gemüt – Kummer, Trauer“ umfasst 149 Arzneien, die laut Prüfung oder klinischer Erfahrung einen mehr oder weniger deutlichen Bezug zu seelischem Schmerz haben. Das sind aber längst nicht alle Mittel, an die man bei einem „Kummerpatienten“ denken könnte oder müsste. Hilfreich sind hier weniger die allgemeinen Gemütsrubriken (1), sondern vielmehr ein differenzierter Blick auf die Individualität bzw. Besonderheit des betreffenden Patienten und die Kenntnis der Materia Medica auch „kleinerer“ Arzneien. Um die Auswahl der infrage kommenden Mittel sinnvoll eingrenzen zu können, hilft es, sich der Sensation-Methode Rajan Sankarans zu bedienen, welche allerdings ein jahreslanges Studium und viel Erfahrung erfordert. Hier eine kleine Auswahl weniger bekannter „Kummermittel“ aus unterschiedlichen Naturreichen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viele Patienten kommen vordergründig wegen diverser, oft chronischer oder häufig wiederkehrender körperlicher Beschwerden in die homöopathische Praxis. Im Anamnesegespräch wird dann aber schnell klar, dass ein tiefer Kummer hinter dem physischen Leid steckt und dass dieser die eigentliche Pathologie darstellt: das zu Heilende. Die entsprechenden Gemütsrubriken wie „Kummer, Trauer“ oder „Beschwerden durch – Kummer“ sind sehr allgemein und schließen zahlreiche Mittel aus, die ich durchaus als „Kummerarzneien“ bezeichnen würde. In der umfassenden Rubrik „Gemüt – Kummer, Trauer“ fehlen beispielsweise sämtliche Lithium- und Beryllium-Verbindungen sowie die Lanthanide, die Muttermittel (siehe: comed Mai/2013) und die Schwäne. Das einzige enthaltene Milchmittel ist Lac-c., die Hundemilch. Ferner vermisse ich Mag-c., Mag-n., Aur-s., Hura, Elaps und Musca-d., um nur einige zu nennen. In der etwas kleineren Rubrik „Beschwerden durch Kummer“ mit 94 Mitteln, sind neben anderen auch Elaps und Hura aufgeführt. Rajan Sankaran warnt vor dem unkritischen Gebrauch von Gemütsrubriken, da diese, wie er sagt, „viel Spielraum für Interpretationen lassen“ (2) . Wichtig ist es daher, nach individuellen, eigentümlichen Symptomen zu suchen, die charakteristisch für den betreffenden Patienten, dessen Beschwerden und vor allem für dessen Reaktionsmuster sind, sprich für die Art und Weise, wie er sein Leid empfindet, wie er damit umgeht und wie er es in der Anamnese beschreibt. An dieser Stelle kann es sehr nützlich sein, neben der Klassischen Homöopathie, wie sie uns Samuel Hahnemann gelehrt hat, auf das Konzept der Sensation-Methode Sankarans zurückzugreifen, um der Individualität jedes einzelnen Patienten gerecht zu werden. Wer sich bei der Repertorisation von „Kummerpatienten“ zu sehr auf allgemeine Rubriken verlässt, der wird häufig bei den bewährten Polychresten wie Nat-m., Ign., Staph., Puls. oder Carc. landen und sich wundern, dass der gewünschte Heilerfolg ausbleibt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Sensation-Methode basiert auf der Klassischen Homöopathie Hahnemanns, hat diese aber um ein äußerst wertvolles Handwerkszeug erweitert: die Differenzierung nach Reichen und Unterreichen sowie einen komplexeren Umgang mit den Miasmen. Nach einer offenen Anamnese, bei der das Augenmerk neben den Fakten auf der Art und Weise liegt, wie sich der Patient ausdrückt, welche Worte und Handgesten er wählt und wie er sich dabei gibt, sprich wie lebendig oder zurückhaltend er agiert, folgt die Fallanalyse, wobei zunächst entschieden wird, aus welchem Naturreich das Arzneimittel stammen muss, das dem Patienten helfen soll. Wir unterscheiden hier im Wesentlichen zwischen Pflanzen-, Tier- und Mineralreich. Hinzu kommen noch Nosoden, Sarkoden und Imponderabilien. Dem liegt die Erkenntnis zugrunde, dass sich Empfindung und Ausdrucksweise der einzelnen Reiche gravierend voneinander unterscheiden. Ein „Pflanzenpatient“ ist extrem empfindlich auf Einflüsse, die von außen auf ihn einwirken, ein „Tierpatient“ dagegen ist geprägt von den Überlebensstrategien der Tierwelt. Hier geht es um das nackte Überleben: fressen oder gefressen werden, ich oder du. Einer ist der Täter, der andere das Opfer. Die Schuld wird in der Regel beim anderen gesucht. Mineralische Patienten wiederum empfinden einen Mangel an Fähigkeiten bei sich selbst, der sie daran hindert, ihren Alltag zu meistern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sobald das Reich feststeht, geht es um die Wahl des Unterreiches: Bei den „Pflanzenpatienten“ wird ja nach Art der spezifischen Empfindung nach der passenden Pflanzenfamilie gesucht, für die es klare Kriterien gibt. Maßgeblich hierfür sind die Prüfungssymptome. Bei den „Tieren“ erfolgt die Differenzierung nach den in der Anamnese geäußerten Überlebensstrategien und Reaktionsmustern. Diese lassen sich einer bestimmten Tierfamilie zuordnen z.B. den Säugetieren, Mollusken, Vögeln oder Reptilien. Zur näheren Eingrenzung des passenden mineralischen Mittels, wobei häufig Mittelkombinationen (Salze) erforderlich sind, bedienen wir uns des Periodensystems bzw. dessen Interpretation nach Jan Scholten. Abschließend entscheiden Individualität und Besonderheit der Symptomatik, welches Mittel verordnet wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach dieser kurzen, äußerst fragmentarischen Einführung in die Sensation-Methode dürfte klar geworden sein, auf welchem Wege die einzelnen „Kummermittel“ voneinander differenziert werden: Reich – Unterreich – Arzneimittel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Grund für diese spezielle Vorgehensweise liegt in der Erkenntnis, dass jeder Mensch eine Affinität zu einem bestimmten Naturreich hat. So ist es vorstellbar, dass drei verschiedene Patienten mit einer ganz ähnlichen Krankengeschichte in die Praxis kommen, wobei es jeweils um das Gefühl von Isolation, Einsamkeit, Missachtung und mangelnder Liebe geht. Alle drei leiden unter Schlafstörungen, depressiver Verstimmung und haben Verlangen nach Schokolade und salzigen Speisen. Dennoch empfindet und beschreibt der erste Patient seine Beschwerden „tierisch“, der zweite „pflanzlich“ und der dritte „mineralisch“. Wichtig ist, dass die Zuordnung nach einem Reich auf der tiefsten Ebene der Empfindung erfolgt, da gerade Erwachsene Anteile aus allen Reichen haben können, aber eben nur bis zu einer bestimmten Schicht. Sind wir mit der Anamnese an der Wurzel der Pathologie angekommen, kristallisiert sich ein bestimmtes Reich heraus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gelingt es nicht, den Patienten während der Anamnese in die Vitalempfindung zu bekommen, was häufig geschieht, dann müssen wir offen sein für das, was der Patient uns liefert, wohin er uns führt. Ein auffallendes, einzigartiges Symptom, das wir so nicht erwartet hätten oder das wir bislang noch von keinem anderen Patienten gehört haben, kann uns ebenfalls auf die richtige Fährte bringen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Kummer – was ist das überhaupt?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus Sicht der Psychologie versteht man unter Kummer Hoffnungs- und Hilflosigkeit. Weitere wichtige Empfindungen in diesem Zusammenhang sind seelischer Schmerz, Trauer, Traurigkeit, Enttäuschung, enttäuschte Liebe, ein Gefühl der Einsamkeit und Isolation sowie die Empfindung, nicht wahrgenommen oder abgelehnt zu werden – wertlos zu sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Mineralreich
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Zuordnung mineralischer Mittel zu den Reihen und Spalten des Periodensystems stammt von dem holländischen Chemiker und Homöopathen Jan Scholten. Er hat den einzelnen Reihen (Perioden) und Spalten (Stadien) bestimmte Themen zugewiesen, die mit der menschlichen Entwicklung zu tun haben, auf die sich auch Rajan Sankaran und seine Schule beziehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Lithium carbonicum (Lithiumkarbonat), Lith-c.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lithium carbonicum ist die Kombination dreier Elemente der zweiten Reihe des Periodensystems (Kohlenstoff-Serie), die entwicklungsgeschichtlich der Geburt zugeordnet wird. Lithium steht ganz links, in der ersten Spalte, Carbon (der Kohlenstoff-Anteil) genau in der Mitte: in Stadium 10 (3) und Oxygenium (der Sauerstoff-Anteil) im 16. Stadium, also relativ weit rechts (direkt über Sulphur). Bei diesem Salz haben wir es folglich nur mit einem Themenkomplex zu tun: Trennung und Eigenständigkeit, welcher aus drei verschiedenen Perspektiven beleuchtet wird. Lithium entspricht einem sehr primitiven Entwicklungsstadium: An eine mögliche Trennung (von der Mutter oder einer anderen Bezugsperson) ist noch gar nicht zu denken, sie ist unvorstellbar. Bei Carbon, in der Mitte der Reihe, ist sich der Patient bereits darüber im Klaren, dass die Geburt und damit die Trennung unmittelbar bevorstehen. Die entscheidende Frage dabei lautet: Werde ich es schaffen, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen, auf eigenen Füßen zu stehen? Oxygenium schließlich entspricht dem Zustand kurz nach der Entbindung, wenn das Baby die Enge des Geburtskanals bereits hinter sich gelassen hat und den ersten selbstständigen Atemzug tun muss: Das Kind ist geboren, hat die schützende Umgebung des Mutterleibs verlassen und muss nun allein zurechtkommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nicht nur homöopathisch, sondern auch allopathisch ist Lithiumkarbonat ein wichtiges Mittel zur Behandlung von Kummer und Traurigkeit, vor allem bei manisch-depressiven Erkrankungen. Im Falle psychogener Depressionen oder depressiver Traurigkeit im Rahmen einer Neurose ist die Behandlung mit Lithium dagegen wirkungslos.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Rajan Sankaran beschreibt den Fall eines 51-jährigen Mannes, der phasenweise unter Depressionen mit Suizidgedanken litt. Seine Worte weisen eindeutig auf die linke Seite der zweiten Reihe hin: „Ich ziehe mich in meine Hülle zurück, möchte mich selbst vor der Welt verschließen.“ Immer wieder spricht der Patient davon, dass er sich der Welt nicht stellen, sich in eine schützende Hülle zurückziehen und am liebsten im Bett bleiben will: „fast wieder in den Mutterleib zurück“. Er sagt: „Ich gehe in eine Hülle, will niemanden treffen und mit niemand reden.“ (4) Die zentrale Empfindung dieses Patienten, der noch nicht im Leben angekommen ist, lautet: Ich möchte mich in eine schützende Hülle zurückziehen, um mich der feindlichen Welt nicht stellen zu müssen. Er fühlt sich den Anforderungen des täglichen Lebens nicht gewachsen, hält sich für unzulänglich. Seine Krankengeschichte begann, als er von seinen Eltern in ein Internat geschickt wurde. Dort hatte er das Gefühl, die häusliche Sicherheit eingebüßt zu haben. Seine Empfindung damals war es, die Behaglichkeit des Mutterleibs verloren zu haben und fortan allein existieren zu müssen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein weiterer Aspekt von Lithium carbonicum ist der niedrige bzw. schwankende Selbstwert. Aufgrund ihrer Unsicherheit halten sich Lithium-carbonicum-Patienten an das Bewährte: Neues und Unbekanntes ist ihnen suspekt. Alle Lithium-Verbindungen haben Furcht vor fremden Menschen, so auch Lithium carbonicum. Die Betroffenen brauchen Sicherheit und Verlässlichkeit, um ihre innere Unsicherheit zu kompensieren. Dabei können sie impulsiv und wankelmütig sein: Kommt ihnen eine Idee, muss diese sofort in die Tat umgesetzt werden. Stellt sich der gewünschte Erfolg jedoch nicht umgehend ein, dann wird die ganze Aktion abrupt eingestellt, und die Betroffenen verfallen in Lethargie. Charakteristisch bei diesem Arzneimittel ist der rasche Wechsel zwischen Arbeitswut und totaler Erschöpfung. Dabei sind die Betroffenen zwanghaft perfektionistisch. Sie glauben, ihren Selbstwert durch entsprechende Leistungen verbessern zu können bzw. zu müssen und stellen deshalb besonders hohe Ansprüche an sich. Auch haben sie das Verlangen, alles mehrfach zu kontrollieren. Ihr Selbstbild stimmt häufig nicht mit der Realität überein, was auf Dauer frustrierend für sie ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lithium-carbonicum-Menschen wirken kindlich und naiv, sie brauchen immer eine Bezugsperson, an der sie sich orientieren können. Ansonsten fühlen sie sich hilflos und verlassen. Oft haben sie das Gefühl, von Mutter oder Vater nicht anerkannt und geschätzt zu werden, bilden sich ein, sie könnten es ihnen nie recht machen und haben Angst, zu versagen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Kummer von Lithium-carbonicum-Patienten besteht in der Überzeugung, alleine nicht lebensfähig zu sein und immer eine andere Person zu brauchen, die sie durch den Alltag begleitet – ihnen die nötige basale Sicherheit gewährt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Mittel wurde erstmals 1879 von T.F. Allen geprüft, zuletzt 1995 unter der Leitung von Anne Schadde (5).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Körperliche Symptome
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein herausragendes Symptom von Lithium carbonicum ist die rechtsseitige Hemianopsie mit einem kompletten Sehverlust der rechten Seite. Typisch ist auch der Seitenwechsel bei Schmerzen von rechts nach links oder umgekehrt. Allgemein hat das Mittel einen Bezug zu rheumatischen Beschwerden vor allem der kleinen Gelenke (Arthritis) sowie zu Augen- und Herzleiden. In der Regel geht es Lithium-carbonicum-Patienten nachts schlechter, Essen und Ausscheidungen tun ihnen dagegen gut. Lith-c. ist ein frostiges Mittel mit Empfindlichkeit auf kalte Luft. Es bestehen großer Durst auf kalte Getränke und ein Verlangen nach Kaffee und Tee sowie eine Abneigung gegen Bier. Der Genuss von Schokolade führt zu Durchfall und Übelkeit. Kaffee und Zwiebeln werden ebenfalls nicht vertragen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Pflanzenreich
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Hura brasilienis (Sandbüchsenbaum), Hura
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hura brasiliensis oder auch Hura crepitans, der Sandbüchsenbaum, gehört zur Familie der Euphorbiaceen, der Wolfsmilchgewächse, für die das Thema „Anheften“ und „Zusammenschnüren“ besonders typisch ist. Menschen, deren Heilmittel aus dieser großen Pflanzenfamilie stammt, haben die Empfindung, angebunden oder festgehalten zu sein. Sie fühlen sich wie ein Häftling in der Zelle. Der Raum ist ihnen zu eng und zu klein. Sie können nichts tun, um sich aus dieser ausweglosen Situation zu befreien. Das Gefühl, von einem straff gespannten Band oder einer Kette fixiert zu sein, die ihnen keinen Bewegungsspielraum lassen, finden wir sowohl auf der körperlichen als auch auf der geistig-seelischen Ebene. So erleben sich die Betroffenen nicht nur physisch als vollkommen unbeweglich, sondern auch psychisch und mental: Sie sind unflexibel, starrköpfig und eigensinnig – verharren nahezu bewegungslos in ihrer „Zwangsjacke“. Dabei ist es ihr größtes Bedürfnis, sich loszureißen, der drangvollen Enge zu entfliehen, frei zu sein. Auch Kleidung und Hitze sind ihnen unerträglich. Die Türen müssen stets geöffnet bleiben. Ständige Bewegung tut gut, wobei es den Betroffenen zu Beginn der Bewegung erst einmal schlechter geht. Im kompensierten Zustand haben sie das Gefühl, frei und ungebunden zu sein. Trotz des begrenzten Raumes kommen sie gut zurecht. Sie verspüren mehr Bewegungsfreiheit bzw. es ist ihnen möglich, ihren Raum besser zu nutzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hura brasiliensis ist eines der ganz großen „Kummermittel“. Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung sind bei dieser Arznei so extrem, dass Rajan Sankaran sie dem Lepra-Miasma (6) zugeordnet hat. „Ein Lepröser, ein Aussätziger, ist jemand, der durch einen unheilvollen Schicksalsschlag in die Lage gerät (als Aussätziger), dass seine Freunde sich von ihm abwenden. Sie hassen und verachten ihn, sie haben alle Sympathie verloren, er kann machen, was er will, er kann den Verlust durch nichts wettmachen, er kann nie mehr dahin zurück, wo er einmal war – einmal ein Lepröser, für immer ein Lepröser.“ (7) Genauso fühlt sich ein Mensch, dessen Heilmittel Hura brasiliensis ist: wie ein Aussätziger, der von seinen Liebsten verstoßen wurde, ohne Hoffnung, jemals wieder in deren Schoß aufgenommen zu werden – völlig allein und isoliert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hura-Menschen leben in der Überzeugung, „vom Unglück verfolgt, ausgestoßen, gehasst, verachtet, ohne Hoffnung auf Genesung.“ (8) Wobei die zentrale Empfindung von Hura brasiliensis lautet: Ich bin dazu verdammt, auf ewig festgebunden zu sein. (9) Die Betroffenen können nichts tun, um sich aus ihrer hoffnungslosen Situation zu befreien. Gleichzeitig sind sie voller Schuldgefühle: Sie bilden sich ein, für das Unglück ihrer Mitmenschen verantwortlich zu sein und meinen, ohne sie ginge es diesen besser. Am Anfang der Pathologie von Hura brasiliensis steht oft eine ungewollte Schwangerschaft mit schlechtem Gewissen, Schuld- und Schamgefühlen. Die betroffenen Frauen schämen sich für ihren Zustand, geben sich selbst die Schuld für den „Fehltritt“, ziehen sich von der Gesellschaft zurück und versuchen, den sich rundenden Bauch so lange wie möglich zu verbergen, aus Angst von der Familie verachtet und verstoßen zu werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einen weiteren, ergänzenden Aspekt des Mittels beschreibt der französische Kinderarzt und Homöopath Didier Grandgeorge:„Hura ist eine Art Latex. Diese Personen erleben Liebe als eine Art elastische Kraft, ähnlich wie ein Gummiband. Je größer die Entfernung von dem geliebten Menschen, umso mehr werden sie versuchen, diese Person mit Gewalt anzuziehen. Wenn das Gummiband reißt, ist das katastrophal, und sie kommen nie darüber hinweg.“ (10) Während Hura-Persönlichkeiten ihre ausweglose Lage einerseits als Zwangsjacke empfinden, das Gefühl haben, in straffe Bänder gewickelt zu sein, versuchen sie andererseits, Menschen, die sie lieben und nicht verlieren wollen, durch ebensolche Bänder an sich zu binden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In ihrem Unglück und ihrer Verzweiflung können Hura-Menschen destruktiv und selbstzerstörerisch sein: Sie kauen Nägel, beißen sich und andere. Auch sind sie mitunter suizidgefährdet, da sie sich für minderwertig und verabscheuungswürdig halten, was ihnen die Lebensgrundlage entzieht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bezeichnenderweise träumen Hura-Menschen von Beerdigungen, Friedhöfen, Gräbern und verstümmelten Leichen mit abgetrennten Gliedmaßen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Körperliche Symptome
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die physischen Beschwerden von Hura gehen häufig mit der Empfindung von Zusammenschnürung oder Zusammenziehen einher, z.B. im Bereich von Kopf, Hals, Brust oder Rektum. Ferner hat das Mittel Bezug zu rheumatischen Beschwerden und zu Hautausschlägen, die als ekelhaft oder ungut empfunden und daher sorgsam verborgen werden müssen, vergleichbar den leprösen Hauterscheinungen. Typisch ist ein Schwindel mit dem Gefühl, die Füßen würden den Boden nicht berühren, die Empfindung einer Kugel unter der linken Brust oder das Gefühl, eine Kugel rolle im Gehirn hin und her. Hura-Patienten sind sehr lärmempfindlich, zucken beim geringsten Geräusch zusammen oder zittern vor Schreck. Hitze und enge Kleidung vertragen sie schlecht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/0367b24ec06b49fca09fcfa4290cc0b8/dms3rep/multi/AdobeStock_791967956.jpg" alt="Eine Ringeltaube sitzt an einem Frühlingsabend auf einem Holzstab. " title="Eine Ringeltaube sitzt an einem Frühlingsabend auf einem Holzstab. "/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Menschen, die Bezug zu Columba palumbus, der Ringeltaube, haben, sind selbstlos und hilfsbereit, was leider von vielen schamlos ausgenützt wird. Auf körperlicher Ebene haben sie Probleme mit dem Harntrakt. ((BU))
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Tierreich
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Columba palumbus (Ringeltaube), Colum-p.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie alle Tauben können auch Ringeltauben Krankheiten übertragen wie die Trichomoniasis, weshalb sie von vielen Menschen gemieden oder sogar aktiv verjagt werden. Andere wiederum fühlen sich zu ihnen hingezogen und füttern sie mit Hingabe. Insgesamt haben Tauben aber keinen besonders guten Ruf, weshalb sie abschätzig „Ratten der Lüfte“ genannt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tauben (Columbidae) sind die einzige, dafür aber artenreiche Familie in der Ordnung der Taubenvögel (Columbiformes). Diese umfasst 42 Gattungen mit über 300 Arten. Homöopathisch werden die Ringeltaube (Columba palumbus), geprüft von Elisabeth Schulz, und die Felsentaube (Columba livia domestica) genutzt. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Die Ringeltaube ist die größte Taubenart Mitteleuropas. Unverwechselbar sind ihre weißen Flügelbänder und der weiße Halsstreifen. Ringeltauben leben in größeren Verbänden, die nördlichen Populationen sind Zugvögel, die südlichen und westlichen sind dagegen sesshaft. Sie bevorzugen bewaldete Landschaften, leben aber auch in Parks und auf Friedhöfen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Columba palumbus ist ein kleines, aber interessantes „Kummermittel“. Menschen, die diese relativ unbekannte Arznei brauchen, fühlen sich als Opfer. Laut Jonathan Shore ist das Kernthema von Colum-p. der Missbrauch, verbunden mit einem passiven, langjährigen Leiden. „Die Welt ist für die Taube zu hart, voll von Gewalt und persönlichen Verletzungen. Die Menschen sind grausam. Tauben sind sehr empfindlich, voller Schuld und Schamgefühl. Sie sind zu nett für diese Welt und scheinen manchmal zurückgeblieben oder gar geistig behindert zu sein, sind es aber nicht. Im Gegensatz zu Barium hat sich die Taube lediglich von der Härte der Welt zurückgezogen.“ (11) Columba-palumbus -Menschen sind der festen Überzeugung, dass sie die schlechte Behandlung durch andere auch tatsächlich verdienen bzw. verdient haben. „Sie fühlen sich unterlegen, fett, dumm und hässlich.“ (12) Sie geben sich selbst die Schuld, wenn etwas schiefläuft, denken, dass es ihr Fehler war. Ihr Glaubenssatz lautet daher: Ich bin falsch, ich mache es nicht richtig. Und dafür schämen sie sich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach außen wirken sie milde, liebevoll, herzlich, sind voller Zuneigung und Wärme, sogar dem „Feind“ gegenüber. Ihre Wut dringt nicht nach außen. Man könnte diese Menschen als altruistisch bezeichnen: Für sich selbst tun sie kaum etwas, für andere dagegen umso mehr. In ihrem Inneren sieht es jedoch häufig völlig anders aus. Dort hegen sie einen tief empfundenen Hass, verbunden mit Zorn und aggressiven Gefühlen. Ganz ähnlich wie bei Staphisagria werden diese negativen Regungen tunlichst verdrängt, was zu autoaggressiven Tendenzen führt. Auch der Kummer tritt nicht offen zu Tage, sondern wird sorgsam unterdrückt: Es ist mehr ein innerliches Weinen. Sie schimpfen nicht und beklagen sich kaum über erlittenes Unrecht. Sie erdulden es einfach, so als sei es ihre Bestimmung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie bei Staphisagria legen die Betroffenen großen Wert darauf, was andere über sie denken, wie andere sie sehen. Gesellschaftliche Werte und Normen können nicht negiert werden. Zur Unterscheidung Staphisagria – Columba palumbus schreibt Peter Fraser: „Die Verdrängung vollzieht sich nicht ganz so aktiv wie bei Staphisagria, vor allem aber enthält es nicht die Entrüstung, die letzterem Mittel so bedeutsam ist. Zwar gibt es auch hier ein starkes Element der Scham, das jedoch nicht so sehr als Demütigung erlebt wird wie bei Staphisagria.“ (13) Colum-p. ist die Verdrängung nicht einmal bewusst, sie geschieht einfach: heimlich, still und leise. Dabei werden nicht nur Zorn und Aggressionen unterdrückt, sondern auch alle positiven Gefühle wie Leidenschaft und Begeisterung. Was zurückbleibt ist eine große innere Leere.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Tragik ist, dass die Gutmütigkeit und selbstlose Hilfsbereitschaft dieser Menschen nur allzu oft ausgenützt wird, was deren innerliches Feuer schürt. Wie bei Staphisagria lassen sie alles über sich ergehen und wehren sich kaum, sie spüren instinktiv, dass sie in der Hackordnung ganz unten stehen und zu dienen haben, vergleichbar den Tauben in Grimms Märchen „Aschenputtel“: Sie sitzen in der Asche und leben von den Abfällen der Menschen: „Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Columba-palumbus-Menschen sind äußerst empfindlich auf Tadel und Kritik, ihr Reaktionsmuster ist der Rückzug aus der feindlichen Welt. Mit Gewalt und Feindseligkeiten wollen sie nichts zu tun haben. Kein Wunder, dass die Taube als Symbol für den Frieden zwischen den Völkern gilt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Differenzierung zwischen Staphisagria und Columba palumbus erfolgt nicht zuletzt durch die Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Reichen: Staphisagria ist eine Pflanze mit der pflanzentypischen Empfindlichkeit, in diesem Fall der Ranunculaceen (auf Grobheit und Verletzung). Columba palumbus ist ein Vogel und gehört dem Tierreich an. Allen Vogelmitteln gemeinsam ist die Sehnsucht nach uneingeschränkter Freiheit. Entsprechend empfinden Menschen, deren Heilmittel ein Vogel ist, ihren Alltag als Gefängnis: Sie fühlen sich eingesperrt, ihrer individuellen Freiheit beraubt. In der Anamnese können wir mehr oder weniger deutlich die Opfer-Aggressor-Thematik wahrnehmen. Da gibt es einen, der eingeschränkt und gefangen genommen wird: das Opfer. Daneben gibt es aber auch den Täter, der das Opfer in Ketten legt, d.h. es findet eine Schuldzuweisung von Seiten des Patienten statt. Wobei es sich bei dem Schuldigen nicht zwangsläufig um eine Person handeln muss, auch eine Krankheit kann als Täter empfunden und entsprechend beschrieben werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Körperliche Symptome
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine körperliche Schwachstelle bei Colum-p. ist der Harntrakt mit schneidenden oder stechenden Schmerzen und dem Gefühl, als sei ein Schnitt in der Blase. Die Schleimhäute sind trocken, die Zunge brennt, und auch der Husten ist trocken. Häufig besteht ein Kloßgefühl im Hals. Mitunter klagen Columba-palumbus-Patienten über stechende Herzschmerzen. Hitze wechselt ab mit Frost, im Klimakterium leiden die Frauen unter Hitzewallungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Nosoden und Sarkoden
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nosoden und Sarkoden sind homöopathische Arzneimittel, die aus Krankeits- oder Stoffwechselprodukten von Mensch, Tier, Mikroorganismen oder Viren hergestellt werden. Das Wort „Nosode“ leitet sich von dem griechischen Begriff „Nosos“ (= Krankheit) ab. Werden Homöopathika aus Erregern oder Ausscheidungen infektiöser Krankheiten gewonnen, dann nennt man sie Nosoden. Im Gegensatz dazu stammen Sarkoden aus gesundem Organgewebe. Die „Muttermittel“ wie Lac humanum, Placenta humana, Vernix caseosa, Folliculinum, Chorda umbilicus (Umbilicus humanus), Aqua amniota humana und Oxytocin zählen zu dieser Gruppe, aber auch Lacrimae hominis, die menschliche Tränenflüssigkeit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Anthracinum (Milzbrandnosode) Anthraci.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ursprünglich wurde die Nosode aus einem bösartigen Milzbrandkarbunkel eines mit Bacillus anthracis infizierten Schafes hergestellt, heute dient der Leberextrakt eines milzbrandkranken Kaninchens als Ausgangsstoff für das homöopathische Mittel. Der Begriff Anthracinum leitet sich vom lateinischen Wort „Anthrax“ ab und bedeutet „fressendes Geschwür“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           George Vithoulkas schreibt über Anthracinum, es hege einen so starken Kummer in seinem Inneren, dass es als das Mittel mit dem stillsten Kummer und der schwersten emotionalen Verletzung angesehen werden müsse. Es scheine so, als wären alle seelischen und geistigen Traumata von Anthracinum in einem gewaltigen Tumor eingeschlossen. (14) Charakteristisch für Anthracinum sind unterdrückter Kummer, tiefe Traurigkeit und Bitterkeit, die sich in Form nekrotischer Veränderungen gegen den eigenen Organismus wenden und diesen zerstören.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In ihrem Kummer und ihrer Trauer, beispielsweise über den Tod geliebter Personen oder das Ende einer Beziehung, werden Anthracinum-Patienten gleichgültig gegenüber ihren Mitmenschen, deren Freud und Leid sie dann nicht mehr rühren. Ihre Erinnerungsfähigkeit ist ebenfalls eingeschränkt. Die Betroffenen sind reizbar und ruhelos, vor allem nachts, Frauen auch vor dem Einsetzen der Menstruation. Anthracinum-Menschen fühlen sich häufig schuldlos in einen Konflikt hineingezogen und werden auf diese Weise ungewollt zum Opfer. Diese scheinbar ausweglose Situation kann der Auslöser von Abszessen oder Karbunkeln sein. Wie der Abszess kapselt sich auch der Mensch von seiner Umwelt ab, zieht sich zurück und macht seine Probleme mit sich alleine aus. Er kann aber auch sehr wütend und aggressiv werden. Anthracinum ist ein düsteres Mittel: Tod und Untergang sind stets präsent.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Körperliche Symptome
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anthracinum hat seinen körperlichen Schwerpunkt im Bereich der Haut mit destruktiven Prozessen wie Gangrän mit Gewebszerfall, Sepsis, bösartigen Geschwüren, akuten und chronischen Abszessen, Wundheilungsstörungen mit fauligen, jauchigen Absonderungen und einer schwärzlichen Verfärbung des betroffenen Gewebes. Die Gerinnungsfähigkeit des Blutes ist herabgesetzt. Eine Verschlechterung tritt in der Regel nachts, bei Frauen auch vor den Menses ein. Der Mundgeruch ist extrem übelriechend, der Geschmack unangenehm. Typisch sind Gerstenkörner, die in Gruppen auftreten. Die Betroffenen haben extremen Durst, auch im Fieber. Es besteht Abneigung gegen den Geruch und Geschmack von Eiern sowie gegen fettes Fleisch. Wollkleidung wird im Allgemeinen schlecht vertragen. Mittelweisend sind deliröse Zustände im Fieber und durch Sepsis, begleitet vom Verlangen zu beißen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/0367b24ec06b49fca09fcfa4290cc0b8/dms3rep/multi/AdobeStock_52481976.jpg" alt="Porträt eines süßen kleinen Mädchens, das weint." title="Porträt eines süßen kleinen Mädchens, das weint."/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das homöopathische Mittel Lacrimae hominis wird aus menschlichen Kummertränen hergestellt. Diese enthalten andere Inhaltsstoffe als Tränen, die beim Zwiebelschneiden vergossen werden. ((BU))
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Lacrimae hominis (menschliche Tränenflüssigkeit) Lacr-h.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lacrimae, die Tränenflüssigkeit, wird aus menschlichen Tränen hergestellt, die von verschiedenen Personen unterschiedlichen Geschlechts und Alters in Kummersituationen gewonnen werden. Die chemische Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit richtet sich nach dem Auslöser des Weinens, so enthalten Kummertränen reichlich Enzyme und Hormone, die in Tränen, die während des Zwiebelschneidens vergossen werden, nicht vorkommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Lacrimae ist eine wahre „Kummerarznei“, bei der Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und die Folgen von Trennung im Mittelpunkt stehen. Es geht um das Gefühl, allein, verlassen und ohne Aussicht auf eine bessere Zukunft zu sein. Der betroffene Mensch ist pessimistisch und verharrt wie erstarrt in seiner „Endzeit“-Stimmung. Er hat die Empfindung, das Leben habe ihm nichts mehr zu bieten. Alles scheint sinnlos, und kein Mensch kann ihm helfen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie bei Natrium muriaticum, einer verwandten Arznei, geht es um eine große Enttäuschung mit der sicheren Überzeugung, diesen traurigen Zustand niemals überwinden zu können. Die passive Reaktion ist Abgestumpftsein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Berliner Homöopathin Heike Dahl schildert den Fall eines Mannes, der nach 15 Ehejahren von seiner Frau verlassen wurde. Der große Kummer über diese endgültige Trennung hat dazu geführt, dass er an Gewicht verloren hat. Sein Gesicht ist blass und eingefallen mit dunklen Ringen unter den Augen, er sieht müde und traurig aus. Sein Anliegen äußert er folgendermaßen: „Ich brauche Scheißegaltropfen, sonst gehe ich kaputt! Bei mir geht es steil bergab. Ich glaube, ich bin nicht mehr zu retten. (…) Ich kann nichts Schönes mehr sehen, wenn andere mich darauf hinweisen, denke ich: Was für´n Scheiß! Ich bin wie in einer Starre, fühle mich von allem, was sie sagt, angegriffen, blocke völlig ab. Ich habe kein Ziel mehr. Ich bin völlig pessimistisch und kann das Positive nicht mehr sehen. Wenn die Kinder mich trösten wollen, mir was Schönes malen oder so, ich blocke alles ab, es interessiert mich nicht …“ (15) Ferner spricht er davon, dass er vollkommen eingeht, sich in einer Aktionsstarre befindet. Aggressivität und depressive Verstimmung wechseln sich ab. Er leidet unter Schlafstörungen, wacht nachts mehrfach auf und kann dann nicht mehr einschlafen. Und weiter: „Ich fühle mich so verlassen, alleine und hoffnungslos. Ich habe Angst, (…) ich habe das Gefühl, das Leben ist zu Ende. Die Welt geht unter.“ (16)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lacrimae, eine bislang noch recht unbekannte Arznei, scheint ein Mittel zu sein, das in akuten, scheinbar ausweglosen Kummersituationen, in denen viele Tränen vergossen werden, entscheidend dazu beiträgt, den entgleisten Menschen zu stabilisieren – ein tränenreiches Natrium muriaticum.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Mittel wurde 2010 in Berlin blind verrieben und dabei geprüft. Das Verreibungsprotokoll kann im Internet eingesehen und heruntergeladen werden. (17) Die zentralen Themen sind: Depression, Empörung, Fassungslosigkeit, Sich-gehen-Lassen, Kummer, Leere, Machtlosigkeit, Trennung, Unfassbarkeit und häufiges Weinen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Körperliche Symptome
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der seelische Schmerz geht einher mit Gewichtsverlust, Schlafstörungen, mangelndem Appetit und Durst. Weitere körperliche Symptome sind ein quälender Juckreiz am ganzen Körper, vor allem aber im Gesicht und im Bereich des Kopfes. Es besteht ein Kratzen im Hals mit belegter Stimme und eine Neigung zu Nackenverspannungen. Mitunter klagen die Patienten über ein Kältegefühl in Armen und Rücken. Seh- und Hörstörungen können ebenfalls vorkommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Folliculinum (Östron, Östrogenhormon) Foll.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Folliculinum, das Östrogen aus dem Ovarialfollikel, stellt den Anfang der Menschwerdung dar, insofern verwundert es nicht, dass es bei diesem „Muttermittel“ darum geht, den Anfang zu finden, mit einer Sache beherzt zu beginnen. Folliculinum-Menschen verharren innerlich, sind entscheidungsschwach, ohne eigenen Willen – es fehlt ihnen an Initiative und Entschlusskraft. Darüber hinaus weist Folliculinum einen deutlichen Bezug zu Bindungsproblemen zwischen Mutter und Kind auf sowie zu Abhängigkeitsverhältnissen ganz allgemein. Typisch für Folliculinum sind mangelnde Identität und Selbstzweifel bis hin zur Selbstverleugnung sowie die Unfähigkeit, eigenständig zu werden. Die Betroffenen haben größte Schwierigkeiten damit, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen oder gar zu artikulieren. Sie sind nicht in der Lage, Forderungen zu stellen. Auch können sie ihren „Raum“ nicht verteidigen, sich nicht abgrenzen, was sie anfällig für Übergriffe und Missbrauch macht. Wut und Aggressionen werden wie bei Staphisagria oder Columba palumbus nicht oder zumindest kaum gelebt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Folliculinum ist dann angezeigt, wenn ein Mensch kein eigenes Autoritätsgefühl besitzt und nie gelernt hat, nein zu sagen. Er ist stets darum bemüht, sich so zu verhalten, wie es von ihm erwartet wird, möchte keineswegs auffallen – weder negativ noch positiv. Dabei ist er äußerst empfindlich gegenüber Kritik oder Bevormundung. Menschen, bei denen man an Folliculinum als Heilmittel denken könnte, weisen nicht selten ein Helfersyndrom auf und leben in erster Linie für die Erfüllung der Bedürfnisse anderer. Sie fühlen sich kontrolliert und unfrei, können sich mitunter nicht von der Mutter bzw. der Ursprungsfamilie lösen. Auf der anderen Seite tun sie sich schwer, echte Bindungen einzugehen, beispielsweise zum eigenen Kind. Laut Armin Seideneder ist Folliculinum bei Menschen mit starker Selbstkontrolle aus übertriebener Furcht oder Verantwortung angezeigt (18), damit ähnelt es Carcinosinum, der Nosode aus dem Mamm-Ca. Folgerichtig weist Seideneder daraufhin, dass man an Folliculinum denken muss, wenn starke Indikationen für Carcinosinum bestehen, dieses aber versagt wie z.B. „Sie fühlt sich von anderen kontrolliert; sie lebt die Erwartungen anderer; sie verliert sich völlig in ihren Beziehungen; sie lebt nicht in Einklang mit ihrem Rhythmus; sie fühlt sich emotional ausgelaugt; sie verliert ihren Willen; sie überschätzt ihre Energiereserven (…); sie ist voller Selbstverleugnung; wird eine Retterin, gefangen darin, andere zu erretten.“ (19)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            In einem Folliculinum-Fall der holländischen Homöopathin Alize Timmerman geht es um eine Frau, die wegen Migräne und stechenden Unterbauchschmerzen auf Höhe der Eierstöcke in Behandlung kam. Aufgrund einer Ovarialzyste und eines großen Myoms hatte sie sich einer Hysterektomie unterziehen müssen. Die Kopfschmerzen traten alle zwei Wochen auf, waren v.a. rechtsseitig und gingen mit Photophobie, Übelkeit und Erbrechen einher. Zudem litt die Patientin unter starkem Brustspannen und Wassereinlagerungen. Sie äußerte, die abdominellen Schmerzen seien am schlimmsten gewesen, als ihr Sohn sein Studium abgebrochen hatte: „Ich habe alles getan, alles gegeben, was ich konnte … das geht über meine Grenzen. Ich sollte eigentlich wütend werden über die ganze Situation, bin aber nur ein bisschen böse.“ (20) Sie hatte das Gefühl, in ihrer Fürsorge missbraucht worden zu sein. Lange Zeit hatte sie sowohl ihre körperlichen als auch ihre seelischen Probleme hintangestellt und gedacht, das gehe schon vorüber. Die Patientin wirkte auf den ersten Blick wie eine Pulsatilla-Frau: weiblich und warmherzig. Folliculinum hat ihr physisch und psychisch sehr geholfen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieses „Muttermittel“ verleiht die Fähigkeit, Macht über sich selbst zu bekommen und einen eigenen Willen zu entwickeln. Es spendet Wissen darüber, dass es ein Selbst gibt, welches man beanspruchen kann und vor allem darf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Körperliche Symptome
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Folliculinum wirkt in erster Linie auf das weibliche Hormonsystem mit Zyklusstörungen, Dysmenorrhoe, zyklusabhängiger Migräne, Brustschwellung vor den Menses, trockener Vaginalschleimhaut und klimakterischen Beschwerden wie Hitzewallungen und Schweißausbrüchen. Die einzelnen Symptome treten in der Regel vor den Menses oder im Vorfeld der Ovulation auf. Auch die Haut kann betroffen sein mit Akne, Hautjucken, seborrhoischem Ekzem und empfindlichen, eingerissenen Fingerspitzen. Zudem besteht eine Neigung zu kalten Extremitäten mit Morbus Raynaud. Im Bereich der Genitalien und des Harntrakts kommt es zu rezidivierendem Candida-Befall und zu wiederkehrenden Zystitiden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Mittel hat autoaggressive Züge, was sich auch körperlich bemerkbar macht, in Form von Autoimmunkrankheiten wie Sklerodermie. Infertilität aufgrund fehlender Eisprünge gehört ebenfalls zum Mittelbild, desgleichen Zysten, Tumore, Fibrome und Myome.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Fazit
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese bescheidene Auswahl unterschiedlichster Mittel aus verschiedenen Naturreichen zeigt, dass es trotz gewisser Überschneidungen wie enttäuschte Liebe, Verlassenheitsgefühle, Gefühl der Wertlosigkeit und der seelischen Verletzung doch deutliche Differenzierungsmöglichkeiten sowohl auf der psychischen als auch auf der physischen Ebene gibt. Entscheidend ist es, bei jedem Patienten den „roten Faden“ zu suchen, das Eigentümliche, das ihn von allen anderen Patienten unterscheidet. Dieses Besondere, Einzigartige muss mit einem Mittel in Verbindung gebracht werden, für das genau diese spezifische Kombination charakteristisch ist. Was den Menschen in seiner Gesamtheit und Individualität ausmacht, muss auch das Mittel ausmachen. Oder anders ausgedrückt: Was beim Patienten herausragend ist, muss typisch für die Arznei sein. Nur dann wird sie dem Patienten helfen, sein „Herzeleid“ und die daraus resultierenden körperlichen Beschwerden zu überwinden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Mitteldarstellungen sind eine Kurzform meines 2015 im Haug Verlag erschienen Buches „Kummermittel in der Homöopathie“, das 70 Mittel aus unterschiedlichen Reichen mit Bezug zu Kummer und Trauer vorstellt. Die Aussagen werden anhand exemplarischer Rubriken verifiziert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Anmerkungen:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (1) Nach Radar 10.5.003
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (2) Rajan Sankaran: Intensivkurs Homöopathie, S. 213
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (3) Einteilung nach Jan Scholten
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (4) Rajan Sankaran: Struktur. Erfahrungen mit dem Mineralreich. Bd. 1, S. 217 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (5) Anne Schadde: Lithium carbonicum. Eine homöopathische Studie
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (6) Sankaran hat neben den herkömmlichen Miasmen fünf weitere in die Homöopathie eingeführt: Typhus, Ringworm, Malaria, Krebs und Lepra.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (7) Sankaran hat neben den herkömmlichen Miasmen fünf weitere in die Homöopathie eingeführt: Typhus, Ringworm, Malaria, Krebs und Lepra.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (8) Rajan Sankaran: Die Seele der Heilmittel, S. 102
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (9) Siehe: Rajan Sankaran: Einblicke ins Pflanzenreich. Bd. 1, S. 309
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (10) Siehe: Frans Vermeulen: Synoptische Materia Medica 2, S. 480
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (11) Jonathan Shore: Vögel, S. 47
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (12) Peter Fraser: Vögel in der Homöopathie, S. 239
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (13) Peter Fraser: Vögel in der Homöopathie, S. 238
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (14) Siehe: Bhawisha und Shachindra Joshi: Nosoden &amp;amp; Naturkräfte in der Homöopathie, S. 30
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (15) Heike Dahl: Verzweiflung, Kummer, Trennungsschock. In: Homoeopathia viva 2/2012, S. 40
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (16) Heike Dahl: Verzweiflung, Kummer, Trennungsschock. In: Homoeopathia viva 2/2012, S. 40
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (17) Siehe: http://c3-in-berlin.blogspot.de/2011/01/traenen-von-7-personen.html
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (18) Armin Seideneder: Mitteldetails der homöopathischen Arzneimittel. Bd. 2, S. 2512
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (19) Melissa Assilem, zitiert nach: Armin Seideneder: Mitteldetails der homöopathischen Arzneimittel. Bd. 2, S. 2512 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (20) nach: Ruth Rohde: Kinderwunsch. In: Homoeopathia viva 2/2012, S. 19
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Literatur
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Assilem, Melissa: Muttermittel in der Homöopathie. Narayana Verlag. Kandern, 2012
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Joshi, Bhawisha und Shachindra: Nosoden &amp;amp; Naturkräfte in der Homöopathie. Narayana Verlag. Kandern, 2010
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dahl, Heike: Verzweiflung, Kummer, Trennungsschock. In: Homoeopathia viva 2/2012
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Fraser, Peter: Vögel in der Homöopathie. Narayana Verlag. Kandern, 2013
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sankaran, Rajan: Das andere Lied. Homoeopathic Medical Publishers. Mumbai, 2009
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sankaran, Rajan: Intensivkurs Homöopathie. Narayana-Verlag. Kandern, 2015
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sankaran, Rajan: Struktur. Erfahrungen mit dem Mineralreich. Bd. 1. Homoeopathic Medical Publishers. Mumbai, 2009
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Schadde, Anne: Lithium carbonicum. Eine homöopathische Studie. Müller &amp;amp; Steinicke. München, 2000
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Seideneder, Armin: Mitteldetails der homöopathischen Arzneimittel. Similimum- Verlag. Ruppichteroth, 2000
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Shore, Jonathan: Vögel. Narayana Verlag. Kandern, 2010
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zimmermann, Dorit: Kummermittel in der Homöopathie. Haug Verlag. Stuttgart, 2015
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zimmermann, Dorit: Muttermittel in der Homöopathie. In: Comed Mai/2013
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             ﻿
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 01 Sep 2025 08:23:38 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Die Welt der Salze in der Homöopathie</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eines der ganz großen Homöopathika ist das potenzierte Kochsalz, Natrium muriaticum, eine häufig verordnete Arznei bei tiefem Kummer ohne Tränen. ((BU))
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn zwei gegensätzlich geladene chemische Elemente eine Verbindung miteinander eingehen, spricht man von einem Salz (Salz, Sal: heteropolare, anorganische oder organische chemische Verbindung mit einem aus Kationen und Anionen bestehenden Kristallgitter). Nicht immer herrscht Harmonie zwischen beiden Polen, mitunter sind diese Vereinigungen spannungsgeladen und explosiv. Und doch arrangiert man sich, wächst zusammen und bildet eine neue Einheit. So empfinden auch die Menschen, deren Heilmittel ein Salz ist – zwei Seelen wohnen in ihrer Brust und sorgen dort für innere Konflikte, Verwirrung, Unentschlossenheit und Unausgeglichenheit, je nachdem wie gegensätzlich die Partner sind. Doch stets handelt es sich um tiefwirkende Arzneimittel, ideal für chronische oder seelische Beschwerden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Salze sind Ionenverbindungen, sie entstehen durch Abgabe und Aufnahme von Elektronen. Das Elektronen abgebende Element weist eine positive Ladung auf (+), man nennt es Anion, das Elektronen aufnehmende Element verfügt über eine negative Ladung (-) und wird Kation genannt. Wenn man das Periodensystem betrachtet, stellt man fest, dass Salze sich aus Elementen der linken Seite des Periodensystems und denen der rechten Seite zusammensetzen, häufig sogar rechts und links der Mitte. Bekannte Beispiele sind Natrium muriaticum oder Magnesium phosphoricum. Die Gegensätzlichkeit beider Partner spiegelt sich auch im Wesen der Menschen wider, die ein Salz als Heilmittel benötigen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die meisten Salze, mit Ausnahme der Halogensalze (Kombinationen mit Fluor, Chlor, Brom, Iod etc.) enthalten zusätzlich noch Sauerstoff (Oxygenium), bestehen also aus drei Elementen. In diesem Fall müssen die charakteristischen Symptome von Oxygenium bei dem betreffenden Menschen ebenfalls erkennbar sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Charakteristische Symptome von Oxygenium
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Alles selbst tun wollen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Verlangen nach Freiheit und Unabhängigkeit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mangelndes Selbstwertgefühl
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gefühl, die eigenen Leistungen würden nicht ausreichend gewürdigt
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Braucht viel Raum zum Atmen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Die Homöopathie und das Periodensystem
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Chemische Verbindungen haben immer acht Elektronen auf der Außenschale, das heißt, ein Element, das sechs Elektronen auf der Außenschale aufweist, sucht sich einen Salz-Partner mit zwei Außenelektronen, um die erforderlichen acht zu erreichen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn man sich bei dem Verständnis der Salze und ihrer Elemente auf das Periodensystem und dessen Interpretation von Jan Scholten (niederländischer Homöopath, der sich intensiv mit dem Periodensystem und dessen Bedeutung für die Homöopathie beschäftigt hat) bezieht, so hat man acht Reihen (Serien) und 18 Spalten (Stadien) mit unterschiedlichen Entwicklungsstufen und Themen, an denen man sich orientieren kann. Etwas vereinfacht formuliert, durchlaufen die Reihen die einzelnen Lebensabschnitte, wobei die Wasserstoff-Serie (erste Reihe) dem Leben im Mutterleib entspricht und die Uranium-Serie (siebte Reihe) dem hohen Alter. Bei den Spalten erkennt man eine Entwicklung von links nach rechts – immer in Bezug auf das Thema der Reihe. Ganz links fängt die Entwicklung gerade an, in der Mitte ist der Höhepunkt erreicht und ganz rechts ist der Verlust des einmal Erreichten schon weit fortgeschritten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Die Themen der einzelnen Reihen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Erste Reihe (Wasserstoff-Serie): Empfängnis und Existenz, Frage: Bin ich oder bin ich nicht?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zweite Reihe (Kohlenstoff-Serie): Geburtsprozess, Trennung, Frage: Bin ich ein Teil von etwas/jemandem oder bin ich getrennt?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dritte Reihe (Silicium-Serie): Identität und Versorgung, Frage: Wer bin ich?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vierte Reihe (Eisen-Serie): Sicherheit und tägliche Aufgaben, Routine
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Fünfte Reihe (Silber-Serie): Kreativität und Leistung, Neues erschaffen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sechste Reihe (Gold-Serie): Verantwortung für andere, Macht und Herrschaft
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Siebte Reihe (Uranium-Serie): Pflicht und Verantwortung bis zur eigenen Zerstörung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Die linke Seite des Periodensystems
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Elemente auf der linken Seite des Periodensystems haben nur ein oder zwei Elektronen auf ihrer Außenschale, sie sind von dem Ziel, acht Elektronen zu erreichen, noch sehr weit entfernt – je weiter links desto mehr. Übertragen auf die Empfindung der Menschen, die ein Mineral als homöopathisches Arzneimittel verordnet bekommen, bedeutet das: Sie haben das Gefühl, auf ihrem Weg noch ganz am Anfang zu stehen, noch keine wesentlichen Fortschritte bezüglich der Thematik ihrer Reihe (siehe oben) gemacht zu haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Menschen, die ein Element aus den ersten beiden Spalten brauchen (wie Hydrogenium, Lithium, Natrium, Magnesium, Kalium, Calcium oder Barium), lassen in ihrem Verhalten und in ihrer Bewältigungsstrategie eine mehr oder weniger große Abhängigkeit von anderen Personen erkennen. Je weniger Außenelektronen das jeweilige Element besitzt, das sie benötigen, desto ausgeprägter ist das Gefühl eines Mangels auf diesem Gebiet. Sie fühlen sich nicht in der Lage, die Thematik ihrer Reihe ohne fremde Hilfe bewältigen zu können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Die rechte Seite des Periodensystems
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei den Elementen rechts der Mitte ist der Zenit bereits überschritten. Ab vier Außenelektronen besteht das Gefühl, etwas aus eigener Kraft erreicht zu haben, nicht auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Je weiter rechts das Element steht, desto mehr wächst die Furcht, das bereits Erreichte wieder zu verlieren. Dazu zählen Phosphorus, Sulphur, Arsenicum, Argentum, Aurum und Plumbum, um nur einige Beispiele zu nennen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit zunehmender Elektronenzahl und Atommasse nimmt die Anziehungskraft zu, mit welcher die Elektronen zum Kern gezogen werden. Je mehr Elektronen ein Atom auf der Außenschale hat, umso dichter wird es. Insofern stellt der Handel zwischen den beiden Elementen nicht unbedingt ein faires Geschäft dar: Der Partner, der weniger zu geben hat (links der Mitte), ist nicht so geizig wie der, der seine Schale fast voll hat (rechts der Mitte). Letzterer wird alles daransetzen, seine erarbeiteten Besitztümer für sich zu behalten und zu mehren. Insofern sind die Elemente auf der linken Seite auf die Almosen und die Unterstützung der Elemente auf der rechten Seite angewiesen, welche sich schwer tun, zu geben. Für sie ist es viel leichter, noch etwas mehr zu nehmen, als all das herzugeben, was sie sich bereits gesichert haben. Wir sehen das am Grad des Besitzdenkens und der Ausbildung des Egos rechts der Mitte. Dort ist das Bewusstsein für die eigene Identität wesentlich stärker ausgeprägt, was deutlich wird, wenn wir uns die Arzneimittelbilder von Phosphorus oder Sulphur anschauen, um zwei prominente Beispiele zu nennen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wann ist ein Mineral ein Salz?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Ziel der Salze ist Stabilität, die sie durch die Verbindung mit einem passenden Partner erwerben – kein Problem für die linke Seite, denn sie hat nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen – allerdings um den Preis der Abhängigkeit. Die rechte Seite hingegen muss das Erreichte teilen, was als beengend empfunden wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie bereits erwähnt, bestehen Salze aus mindestens zwei Elementen, wobei das eine auf der linken Seite des Periodensystems angesiedelt ist, das andere auf der rechten, wobei die Abstände nicht immer so groß sein müssen wie bei Natrium muriaticum (siehe Aurum arsenicosum). Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder stammen beide Partner aus derselben Reihe oder aus zwei unterschiedlichen Reihen. Im ersten Fall steht der betreffende Mensch unter dem Einfluss der Thematik einer einzigen Reihe, er hat folglich bezüglich des gleichen Themas eine unterentwickelte abhängige und eine weiter entwickelte unabhängigere Seite in sich, was sich durch widersprüchliches oder wechselhaftes Verhalten äußert bzw. durch zwei unterschiedliche Bewältigungsmechanismen. Typische Beispiele dieser Kombination wären Natrium muriaticum, Magnesium phosphoricum oder Calcium arsenicosum. Im letzteren Fall werden Empfindung und Reaktionsmuster von zwei verschiedenen Reihen beeinflusst, dazu zählen Mittel wie Barium carbonicum, Beryllium muriaticum oder Kalium sulphuricum.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der indische Homöopath Rajan Sankaran sagt dazu, ein Salz sei nur dann indiziert, „wenn wir sehen, dass auf der Empfindungsebene die Merkmale des einen Elements immer von denen des anderen Elements begleitet werden“ (1). Es handelt sich folglich nicht um ein Nebeneinander von Symptomen, sondern um eine Verquickung: Aus den beiden Ausgangssubstanzen entsteht eine neue Einheit, die der Individualität des jeweiligen Menschen entspricht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Beispiele aus der Welt der Salze
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Natrium muriaticum
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei dem bekannten homöopathischen Mittel Natrium muriaticum (Kochsalz) handelt es sich um die Vereinigung zweier Elemente aus der dritten Reihe des Periodensystems. Natrium steht ganz links, Muriaticum, auch Chlorum genannt, in der 17. Spalte, also fast ganz rechts. Bei dem betreffenden Menschen geht es um die Themen: Identität (Wer bin ich? Wie sehen mich die anderen?), Versorgung, Familie und Beziehung (ich und die anderen).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Durch den Natrium-Anteil ist das Bewusstsein für die eigene Identität noch nicht entwickelt. Der Betreffende ist komplett abhängig von einer Bezugsperson (Mutter, Vater, Partner), er traut sich nicht zu, allein durchs Leben zu gehen. Es besteht ein großes Bedürfnis nach Liebe und Fürsorge. Auch das Vertrauen in die eigene Entscheidungsfähigkeit ist noch nicht vorhanden, typisch sind Fragen wie „Was soll ich wählen?“ „Wie soll ich mich entscheiden?“ „Was soll ich sagen?“. Insofern besteht eine immense Abhängigkeit vom Partner, ohne den sich der Betreffende völlig hilflos fühlt – seiner Identität beraubt. Auch sind die Erwartungen an den Partner vergleichbar denen, die an die Mutter gestellt werden: Er soll bedingungslos lieben, jeden Wunsch von den Augen ablesen etc.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Muriaticum-Anteil führt dazu, dass die unvermeidliche Enttäuschung im Sinne eines Betrugs erfahren wird. Laut Rajan Sankaran empfindet der Nat-m.-Mensch folgendermaßen: “Ich werde von der Person, der ich vertraue, von der ich abhängig bin und die ich liebe, im Stich gelassen, verraten oder enttäuscht.“ (1) Durch das Element auf der rechten Seite des Periodensystems wird der Verlust oder die Angst vor dem vermeintlichen Verlust desjenigen Menschen, von dem eine überstarke Abhängigkeit besteht (linke Seite) als besonders schmerzlich erlebt. Auf der anderen Seite besteht das Verlangen, diese Abhängigkeit abzustreifen, ihr zu entfliehen. Das Anion zeigt hier die Bedürftigkeit an, das Kation (in dem Fall ein Halogen) den Wunsch nach Unabhängigkeit und Freiheit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Menschen, die Nat-m. als konstitutionelles homöopathisches Mittel benötigen, befinden sich ständig in diesem polaren inneren Konflikt: einerseits abhängig und bedürftig, andererseits getrieben von dem Verlangen, frei und unabhängig zu sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Kalium carbonicum
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei Kalium carbonicum (Pottasche) handelt es sich um ein Salz, das aus zwei Elementen unterschiedlicher Reihen besteht: der zweiten und der vierten Reihe. Hier sind folglich zwei verschiedene Themen miteinander verwoben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kalium befindet sich wie Natrium in der ersten Spalte, weist folglich eine ebenso große Abhängigkeit auf, allerdings in Bezug auf ein anderes Thema, denn es steht in der vierten Reihe. Hier geht es um die tägliche Arbeit, um Pflicht und Ordnung sowie um die notwendige Routine bei der Ausübung der beruflichen oder schulischen Tätigkeit. Der Betreffende weiß um seine Identität, kann auch selbst für sich sorgen, verspürt aber eine sehr starke Bindung zur Familie, sodass sich das ganze Leben – alles Sinnen und Trachten – um die eigene Sippe dreht. Im Gegensatz zu Natrium ist es hier nicht die einzelne Bezugsperson, die wie eine Mutter vereinnahmt wird, sondern die Gruppe – der Familienverband. Der Hintergrund: Der Betreffende hat Angst, allein zu sein. Das Aufstellen fester Regeln und Gesetze, an die sich alle Familienangehörigen zu halten haben, schafft die Sicherheit, die der Kalium-Mensch zum Überleben braucht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Carbonicum (Kohlenstoff) steht in der zweiten Reihe relativ in der Mitte. Hier geht es um den Geburtsprozess, um die Trennung von der Mutter. Der Betreffende weiß, dass er sich trennen muss, dass er den „schützenden Mutterleib“ verlassen muss, aber er traut es sich nicht zu, kann keine Trennung ertragen. An dieser Stelle wird deutlich, wie nahtlos diese beiden unterschiedlichen Elemente ineinandergreifen und sich gegenseitigen beeinflussen: Der Carbon-Anteil beinhaltet die Angst und Unfähigkeit, sich zu trennen und der Kalium-Anteil den Bezug zur Familie. Hier besteht also die Urangst, von der Sippe getrennt zu werden und auf sich selbst gestellt zu sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Aurum arsenicosum
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aurum (Gold) befindet sich an der Schnittstelle von sechster Reihe und 11. Spalte, also jenseits der Mitte. In Reihe sechs geht es um Verantwortung und Macht. Die 11. Spalte zeigt an, dass der Höhepunkt des Erreichbaren bereits überschritten ist und der Betreffende im Begriff ist, die Machtposition, die er sich erarbeitet hat, Stück für Stück zu verlieren. Da sich der Aurum-Mensch aber über seine Position und Verantwortung definiert, stürzt ihn deren drohender Verlust in tiefste Abgründe – ein Leben scheint dann nicht mehr vorstellbar.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Mit Arsenicum hat das Schwermetall einen Partner aus der vierten (Arbeiter-) Reihe, wobei Arsen noch weiter rechts angesiedelt ist: in der 15. Spalte. Der Verlust ist schon recht weit fortgeschritten und man kann nichts dagegen tun. Konkret geht es um die Furcht vor dem Verlust materieller Sicherheit und des Arbeitsplatzes. Der Betreffende versucht verzweifelt, das einmal Erreichte festzuhalten, aber es gelingt ihm nicht. Er fühlt sich ohnmächtig und vollkommen hilflos.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei Aurum arsenicosum handelt es sich um ein Salz aus zwei Elementen rechts der Mitte, die thematisch nicht allzu weit entfernt sind: In beiden Fällen geht es um die Stellung im Arbeitsleben. Durch die Kombination wird klar, dass der Betreffende nicht nur um seine Verantwortung und seine Machtposition bangen muss, sondern auch um die materielle Sicherheit, die mit dem drohenden Verlust des Arbeitsplatzes zwangsläufig einhergeht. Typisch ist die große Angst und Unruhe, mit der der Aur-ar.-Mensch diesen Prozess begleitet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Fazit
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei der Beschreibung der einzelnen Salze wurde bewusst auf ein detailliertes Arzneimittelbild verzichtet. Es geht nicht darum, die jeweiligen Symptome der Mittel darzustellen, sondern die Idee der Elemente und ihrer Verbindungen in Bezug zu den Themen der Reihen und Spalten des Periodensystems herauszuarbeiten. Jan Scholten und Rajan Sankaran haben hier wertvolle Pionierarbeit geleistet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Literatur:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Joshi, Bhawisha: Homöopathie und die Struktur des Periodensystems. Narayana Verlag. Kandern, 2010
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sankaran, Rajan: Struktur. Erfahrungen mit dem Mineralreich, Bd. 1 und 2. Homeopathic Medical Publishers. Mumbai, 2009 (1)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Scholten, Jan: Homöopathie und Minerale. Utrecht, 1993
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 01 Sep 2025 08:23:38 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Chronische Schmerzen homöopathisch begleiten</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie Glück oder Freude ist auch der Schmerz fester Bestandteil unseres Lebens. Chronische Schmerzen sind allerdings schwer zu ertragen, sie machen uns hilflos und ohnmächtig. Die Homöopathie kann hier unterstützend eingesetzt werden. ((BU))
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn der Schmerz ein Eigenleben führt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Allein in Deutschland leiden mindestens acht Millionen Menschen, das sind rund zehn Prozent der deutschen Bevölkerung, an chronischen, schwer therapierbaren Schmerzen. Diese beeinträchtigen den Alltag der Betroffenen mitunter massiv und wirken sich in vielen Fällen negativ auf Lebensqualität und Lebensfreude aus. Von schulmedizinischer Seite haben chronische Schmerzpatienten außer mehr oder weniger nebenwirkungsreichen Medikamenten oft wenig zu erwarten. Alternative Heilverfahren können die Schmerzen zwar auch nicht immer gänzlich aus der Welt schaffen, aber sie tragen dazu bei, das Leben der Schmerzgeplagten um Einiges erträglicher und positiver zu gestalten. Mitunter gelingt es sogar, die Schmerzen deutlich zu lindern oder gar komplett überflüssig zu machen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schmerz ist keine objektive Größe, sein Erleben ist subjektiv und höchst individuell. Jeder Mensch erlebt Schmerzen auf einzigartige Weise. Die persönliche Schmerzwahrnehmung und –toleranz hängt von zahlreichen Faktoren ab, die untrennbar mit der eigenen Lebensgeschichte verwoben sind. Insofern bietet sich die Klassische Homöopathie zur Linderung chronischer Schmerzen wie keine andere Heilweise an: Sie ist individuell und berücksichtigt den Menschen in seiner Komplexität. Physische und psychische Symptome fließen gleichermaßen in die Verordnung des entsprechenden homöopathischen Arzneimittels ein. Der Königsweg bei der Behandlung chronischer Schmerzpatienten ist in meinen Augen die Verbindung der Klassischen Homöopathie Samuel Hahnemanns mit dem Ansatz der Empfindungsmethode, wie sie der indische Arzt und Homöopath Dr. Rajan Sankaran vor rund 25 Jahren entwickelt hat. Mittlerweile verfügt die Klassische Homöopathie über rund 3000 verschiedene Mittel aus unterschiedlichen Naturreichen (Mineral-, Pflanzen- und Tierreich), es ist also möglich, sehr differenziert und individuell zu verschreiben. Aber auch andere Verfahren aus dem Bereich der Komplementärmedizin können dazu beitragen, chronische Schmerzen zu lindern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als chronisch gilt ein Schmerz, wenn er länger als sechs Monate anhält oder periodisch an mehr als 15 Tagen pro Monat auftritt. Chronische Schmerzen haben sich verselbstständigt, sind losgelöst von der ursprünglichen Erkrankung oder Verletzung. Sie haben ihre Schutzwirkung zumindest im körperlichen Bereich verloren. Die Folge nicht oder nicht ausreichend therapierter Schmerzen ist häufig das Schmerzgedächtnis.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Ein paar Sätze zur Schmerzphysiologie
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schmerzen sind die physiologische Reaktion des Körpers auf alles, was vom Gehirn als potenzielle Bedrohung eingestuft wird. Selbst heftigste chronische Schmerzen bestehen nur deshalb, weil das Gehirn aus irgendwelchen, oft nicht nachvollziehbaren Gründen beschlossen hat, dass der Organismus akut gefährdet ist. Im Umkehrschluss heißt das: Wenn das Gehirn entschieden hat, dass keine akute Gefahr vorliegt, dann entstehen auch keine Schmerzen. Letztlich ist das Gehirn der wahre Urheber jeglicher Schmerzempfindung. Und selten ist der Ort der Schmerzwahrnehmung auch tatsächlich der Auslöser vor allem chronischer Schmerzen. Man weiß heute, dass sie zentralnervösen Ursprungs sind. Interessant ist auch, dass bei der Wahrnehmung und Verarbeitung sowohl körperlicher als auch seelischer Schmerzen dieselben Hirnareale aktiv sind, das haben bildgebende Verfahren eindeutig belegt. Dabei ist es bislang unklar, von welchen Faktoren es abhängt, ob ein Schmerz körperlich oder seelisch erlebt wird. (1) Meist sind beide Wahrnehmungsebenen miteinander verzahnt und so gibt es in der Regel weder einen rein körperlichen noch einen rein seelischen Schmerz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als wie stark Schmerzen empfunden werden, ist nicht abhängig vom Schweregrad der Gewebeschädigung, oft liegt sogar überhaupt keine nachweisbare Verletzung vor. Ein signifikantes Beispiel hierfür ist der Phantomschmerz, bei dem ein nicht mehr vorhandener Körperteil als schmerzhaft empfunden wird. Oft klagen Patienten über anhaltende Schmerzen, obwohl die Verletzung oder Entzündung längst abgeklungen ist: Der Schmerz hat sich verselbstständigt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           So entstehen Schmerzen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Überall im Körper, in der Zellmembran der Neuronen, befinden sich Sensoren, die auf bestimmte Reize (chemisch, mechanisch, thermisch) spezialisiert sind. Reagieren die Sensoren auf einen Reiz, öffnen sie sich, sodass positiv geladene Teilchen (Ionen) von außen in die Neuronen einströmen können. Dadurch wird ein elektrischer Impuls ausgelöst. Die meisten Sensoren befinden sich im Gehirn, welches als Kommandozentrale fungiert. Sie werden vor allem durch chemische Botenstoffe aktiviert. Glücklicherweise haben Sensoren eine kurze Lebensdauer von nur wenigen Tagen und werden laufend durch neue ersetzt. Das bedeutet, dass sich auch die Empfindlichkeit für bestimmte Reize ständig verändert, was gerade bei chronischen Schmerzen wichtig ist: Das Maß der Schmerzempfindlichkeit ist nicht von Dauer, es kann sich wandeln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Mischung der verschiedenen Sensoren im Organismus ist in der Regel relativ ausgeglichen. Sollte das Gehirn aber entscheiden, dass beispielsweise eine erhöhte Stressempfindlichkeit gerade das Beste für die Sicherheit des Betroffenen ist, so steigert die DNA die Produktion von Sensoren, die durch stressbedingte Botenstoffe wie Adrenalin geöffnet werden. Im Umkehrschluss heißt das, dass die Produktion dieser Sensoren auch wieder reduziert werden kann, wenn die entsprechende Nachfrage sinkt. Hierauf kann der Betroffene aktiv Einfluss nehmen, z.B. durch stressreduzierende Maßnahmen wie autogenes Training, Meditation oder Imagination.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Falle einer akuten Bedrohung werden Signale höchster Dringlichkeit z.B. von der Peripherie zum Rückenmark gesendet und von dort ans Gehirn weitergeleitet. Dieser Vorgang wird als Nozizeption (lat. nocere = schaden) bezeichnet. Dabei setzen spezialisierte sensorische Rezeptoren (Nozizeptoren) das Gehirn über drohende Gewebeschädigungen in Kenntnis. Die Aktivierung dieser Schmerzrezeptoren wird durch bestimmte Stoffe, sogenannte Schmerzmediatoren gesteuert. Nozizeptive Aktivitäten sind allerdings keine Voraussetzung, um Schmerzen zu empfinden. Wie bereits erwähnt, können vor allem chronische Schmerzen auch wahrgenommen werden, wenn keine Gewebeschädigung vorliegt. Nozizeption ist demnach zwar der häufigste, nicht aber der einzige Vorbote von Schmerzen. Mitunter aktivieren auch bestimmte (negative) Gedanken wie antizipatorische Ängste Alarmsignale direkt im Gehirn, ohne dass eine Nozizeption ausgelöst worden wäre. Hier kommt das Schmerzgedächtnis ins Spiel (siehe unten).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neuronen sind elektrisch erregbar. Jedes Mal, wenn sich ein Sensor öffnet, und positiv geladene Teilchen einströmen, wird das Neuron etwas mehr erregt. Wenn sich noch weitere Sensoren öffnen, und die Erregung einen kritischen Punkt erreicht hat, man spricht hier von der „Alles-oder-nichts-Schwelle“, kommt es zu einer kurzzeitigen elektrischen Welle, die das Neuron durchströmt. Diese wird Aktionspotenzial genannt. Über diese Aktionspotenziale vermitteln Nerven ihre Botschaften. Ein Aktionspotenzial entspricht einer einzelnen Nachricht. Die entsprechende Botschaft, die über einen Nerv zum Rückenmark geleitet wird, lautet zunächst lediglich: „Achtung, mögliche Gefahr!“, noch nicht Schmerz. Ob es sich tatsächlich um eine Gefahr für den Organismus handelt, die mit einem Schmerzsignal beantwortet wird, entscheiden die entsprechenden Strukturen im Gehirn.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kommt die „Schadensmeldung“ im Rückenmark an, löst sie im Spalt (Synapse) zwischen dem Ende des ersten Neurons und den benachbarten Neuronen (die zum Gehirn führen) die Ausschüttung chemischer Stoffe aus. Hat das Erregungsniveau des zweiten Neurons einen kritischen Wert erreicht (s.o.), wird ein Aktionspotenzial ausgelöst, und das zweite Neuron leitet die Nachricht weiter zum Gehirn, wo sie entschlüsselt, bewertet und beantwortet wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dem Gehirn kommt dabei die Funktion der zentralen, dem Rückenmark lediglich die der regionalen Kontrollstelle zu, d.h. treffen zwei Nervenbahnen aufeinander: eine aufsteigende Schmerzbotschaft vom Rückenmark und eine absteigende Handlungsanweisung vom Gehirn, so kann letztere die aufsteigende Bahn außer Gefecht setzen, indem sie die Ausschüttung von Endorphinen (körpereigene Opioide) veranlasst und damit die Menge ankommender Alarmsignale reduziert, was zur Verringerung der Schmerzwahrnehmung führt. Hier setzt die Schmerztherapie an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei der Reaktion auf eingehende Botschaften bedient sich das Gehirn diverser Systeme, um dem Organismus bei der Bewältigung akuter Schwierigkeiten zu helfen. Dazu zählen das sympathische und das parasympathische Nervensystem, das motorische System, das Endokrinum, das Schmerzproduktions- und das Immunsystem.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Gehirnregion, die als erste von der potenziellen Bedrohung in der Peripherie erfährt, ist der Thalamus. Er befindet sich im Zwischenhirn und besteht hauptsächlich aus grauer Substanz mit hoher Neuronendichte, die wiederum in rund 200 Kerngebiete (Thalamuskerne) unterteilt ist. Sämtliche relevanten Informationen, z.B. aus der Umwelt, gelangen über aufsteigende Nervenbahnen zu den Thalamuskernen. Dort werden sie gesammelt, miteinander verschaltet und entsprechend verarbeitet, bevor sie über Projektionsbahnen zur Großhirnrinde (Cortex) weitergeleitet werden, wo sie in bewusste Empfindungen umgewandelt werden. Um das Bewusstsein vor einer Reizüberflutung zu bewahren, wirkt der Thalamus wie ein Filter, weshalb er auch „Tor des Bewusstseins“ genannt wird. Hier entscheidet sich, welche Informationen ins Bewusstsein gelangen und welche nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Thalamus ist u.a. zuständig für die Schmerzwahrnehmung. Zusammen mit Hippocampus, Corpus amygdaloideum (Mandelkern) und Teilen des Hypothalamus gehört er zum limbischen System, einer funktionellen Einheit, die sich aus Teilen des Groß-, Zwischen- und Mittelhirns zusammensetzt. Hier ist die Wiege der Gefühle und der emotionalen Reaktionen. In dieser Hirnregion findet die emotionale Bewertung des Schmerzes statt, z.B. die Angst vor dem Schmerz. Das weniger hoch entwickelte Stammhirn dagegen ist für die Steuerung lebenswichtiger Basisfunktionen wie Herzschlag, Blutdruck, Atmung und bestimmte essenzielle Reflexe zuständig wie das Wegziehen der Hand von der heißen Herdplatte. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Der Hypothalamus befindet sich unterhalb des Thalamus, er bildet den untersten Abschnitt des Zwischenhirns und ist an der Steuerung zahlreicher physischer und psychischer Vorgänge beteiligt. Wird dem Hypothalamus eine ernst zu nehmende Bedrohung gemeldet, so wird die Hypothalamus-Hypophyse-Nebennierenrinden-Achse aktiviert, ein körpereigener Schutzmechanismus, der eine Kaskade chemischer Reaktionen auslöst, ähnlich dem Dominoeffekt. Zunächst setzt der Hypothalamus ein Hormon mit der Bezeichnung Corticotrophin-Releasing-Factor (CRF) frei, das zur Hypophyse (Hirnanhangdrüse) transportiert wird. Dort wird das Adrenocorticotrope Hormon (ACTH) ausgeschüttet und über die Blutbahn zu den Nebennieren befördert, was wiederum dazu führt, dass die Stresshormone Cortisol und Adrenalin freigesetzt werden. Die beiden Hormone sorgen dafür, dass der Organismus innerhalb kürzester Zeit in die Lage versetzt wird, sämtliche Energiereserven zu mobilisieren, um der gemeldeten Gefahr adäquat begegnen zu können. Atmung und Herzschlag werden beschleunigt, die Blutgefäße im Verdauungstrakt ziehen sich zusammen, sodass mehr Blut in die Arm- und Beinmuskulatur gepumpt werden kann, und das Immunsystem arbeitet weniger effektiv. All diese Vorgänge dienen dazu, im Falle einer akuten Gefährdung möglichst schnell reagieren zu können. Normalerweise folgt auf einen vorübergehenden Zustand höchster Anspannung eine längere Phase der Entspannung. Leidet ein Mensch unter chronischen Schmerzen, erfolgt dagegen keine Entwarnung: Der akute Stress wird zum Dauerstress, was Körper und Psyche gleichermaßen beeinträchtigt. So schwächt langanhaltender negativer Stress das Immunsystem, belastet das Herz-Kreislauf-System, zerstört Gedächtniszellen, trägt zur Bildung von gesundheitsschädlichem Bauchfett bei, führt zu Schlafstörungen und begünstigt die Entstehung chronischer Krankheiten wie Krebs, Depressionen, Diabetes mellitus, rheumatoide Arthritis und Demenz, um nur einige zu nennen. (2)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu den Stoffen, die der Organismus im Falle einer akuten Bedrohung ausschüttet, gehören auch körpereigene Opioide, die Endorphine. Diese wirken nicht nur schmerzlindernd, sondern sie regen auch die Ausschüttung von Dopamin an, einem Neurotransmitter mit euphorisierender Wirkung, was dazu führt, dass Schmerzen oft erst mit Verzögerung wahrgenommen werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Das Schmerzgedächtnis
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um schneller und effektiver auf eine potenzielle Bedrohung reagieren zu können, speichert das Gehirn schmerzhafte Erfahrungen aus der Vergangenheit ab. Wenn sich eine solche Erfahrung wiederholt, erinnert sich das Gehirn augenblicklich an das frühere schmerzhafte Erlebnis und stuft die neuerliche Bedrohung als schwerwiegender ein. Die Schmerzschwelle wird herabgesetzt mit dem Resultat verstärkter Schmerzwahrnehmung. Es findet eine Sensibilisierung bezüglich dieses potenziellen Schmerztriggers statt. In der Konsequenz verbindet der Betroffene sämtliche Situationen, in denen der Schmerz jemals aufgetreten ist, unwillkürlich mit dem Schmerzerlebnis, was zu einer negativen Erwartungshaltung führt, die ohne nozizeptive Aktivitäten zum Auftreten von Schmerzen führen kann. Man spricht hier von Antizipation oder von antizipatorischen Ängsten. Allein der Gedanke an das Auftreten des gefürchteten Schmerzes kann ausreichen, um ihn auszulösen. Man könnte hier von einem Nocebo-Effekt sprechen. Im Gegensatz zum Placebo-Effekt wirkt sich die innere Überzeugung, dass der Schmerz unweigerlich wiederkommen wird, entsprechend negativ auf den Heilungsprozess aus: Der Schmerz wird geradezu heraufbeschworen. Negative Gedanken fungieren in diesem Fall als Nervenimpulse. Auch das ist ein wichtiger Anhaltspunkt für eine ganzheitliche Schmerztherapie.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Vom akuten zum chronischen Schmerz
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Während akute Schmerzen ein Symptom mit Warn- und/oder Schutzfunktion darstellen, haben anhaltende oder periodisch wiederkehrende Schmerzen den Stellenwert einer chronischen Krankheit. Sie beeinträchtigen den Alltag der Betroffenen mitunter massiv und wirken sich in vielen Fällen negativ auf die Lebensqualität aus. Typische Beispiele chronischer Schmerzen sind Rücken-, Nerven-, Kopf-, Arthrose-, Tumor- und Phantomschmerzen. Es kann sich dabei um einen Dauerschmerz oder um rezidivierende Schmerzen handeln. Chronische Schmerzen können nozizeptiven Charakter haben, d.h. es liegt eine Gewebeschädigung vor wie beim Tumor- oder Arthroseschmerz, häufig jedoch verspürt der Patient wiederkehrende oder persistierende Schmerzen ohne Verletzung oder Gewebeschädigung: Der Schmerz führt ein Eigenleben und hat seine Signalfunktion zumindest auf körperlicher Ebene verloren. Aus psychologischer Sicht wird angenommen, dass der chronische Schmerz eine Stellvertreterfunktion für ein seelisches Leiden einnimmt, welches der Betroffene verdrängt und/oder tief in seinem Inneren vergraben hat, da es zu schmerzhaft für ihn wäre, es erneut ins Bewusstsein zu holen. In diesem Fall signalisiert der Schmerz, dass es ein verborgenes, seelisches Problem gibt, das aus dem Unterbewussten ins Bewusstsein geholt und bearbeitet werden sollte. Erst dann kann der körperliche Schmerz zur Ruhe kommen und sich für immer verabschieden. Egal, ob akut oder chronisch, Schmerzen haben immer eine Signalfunktion: Sie fordern den Betroffenen zum Handeln auf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Chronifizierung akuter Schmerzen ohne Nozizeption liegt in der Regel eine Funktionsveränderung des körpereigenen Alarmsystems zugrunde. Es reagiert überempfindlich und unverhältnismäßig – „schießt mit Kanonen auf Spatzen“. Ein ähnliches Phänomen stellen Autoimmunerkrankungen dar: Auch hier beantwortet der Organismus einen vergleichsweise harmlosen Reiz wie Tierhaare oder Pollen mit einer Kaskade überschießender Abwehrreaktionen. Auch in diesem Fall stuft das Gehirn eine Situation als wesentlich bedrohlicher ein, als sie tatsächlich ist. Ein an sich lebensrettender Mechanismus, den Organismus vor potenziellen Gefahren zu schützen, wird in beiden Fällen ad absurdum geführt. Sowohl bei der Chronifizierung von Schmerzen als auch bei Autoimmunkrankheiten richtet der Körper seine Waffen gegen sich selbst.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Besteht eine erhöhte Alarmbereitschaft, so passt sich das Nervensystem innerhalb kürzester Zeit den veränderten Bedingungen an, das heißt, die Neuronen erhöhen kurzfristig ihre Sensibilität für ankommende chemische Stoffe, wodurch sich die Arbeitsweise der Sensoren verändert: Jedes Mal, wenn sie sich öffnen, bleiben sie etwas länger geöffnet, was zur Folge hat, dass mehr Ionen einströmen können: Das Alarmsystem reagiert noch effektiver. Eine wahre Flut sensibilitätsverstärkender Chemikalien überschwemmt die Synapsen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von Hyperalgesie spricht man, wenn Reize, die vorher nur leichte Beschwerden ausgelöst haben, nun zu starken Schmerzen führen. Als Allodynie bezeichnet man das Phänomen, wenn Reize, die bislang keine Schmerzen zur Folge hatten, nun plötzlich schmerzhafte Reaktionen nach sich ziehen. Beide Reaktionen deuten auf eine erhöhte Empfindlichkeit des Nervensystems hin. Im Endeffekt kann bereits eine leichte Berührung der Haut oder eine geringfügige Temperaturveränderung ausreichen, um dem Gehirn zu suggerieren, dass hier eine dramatische Gefahrensituation vorliegt, die mit entsprechenden Schmerzen beantwortet werden muss.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine erhöhte Alarmbereitschaft des Nervensystems ist fast immer das Hauptmerkmal bei chronischen Schmerzen. Stressreduzierende Maßnahmen können hier sehr wirksam sein (siehe oben).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein weiteres Charakteristikum chronischer Schmerzen, vor allem dann, wenn ihnen keine Gewebeschädigung zu Grunde liegt, ist ihre Unberechenbarkeit. Der Grund dafür ist, dass sie in der Regel nicht monokausal sind, sondern durch viele unterschiedliche Faktoren hervorgerufen werden. Diese Unberechenbarkeit mit zum Teil längeren schmerzfreien Intervallen ist ein deutlicher Hinweis auf ein sensibilisiertes Alarmsystem. Eine mögliche Ursache können emotional traumatisierende Ereignisse in der Vergangenheit sein, beispielsweise in der frühen Kindheit, die bis in die Gegenwart hineinwirken, dem Betroffenen aber nicht bewusst sind (siehe oben).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Fatale chronischer Schmerzen besteht darin, dass der Organismus versucht, das bewährte Muster akuter Schmerzbewältigung auch bei anhaltenden Schmerzen beizubehalten, d.h. Stressreaktion mit Beschleunigung zahlreicher körperlicher Funktionen und die Suche nach einfachen, schnellen und kurzfristigen Lösungen. Gelingt dies nicht, führt der daraus resultierende Dauerstress zu anhaltender Erschöpfung. Das Erfolgserlebnis bleibt aus, der Schmerz hält an. Die Alarmbereitschaft des Schmerz-Systems erhöht sich, das Schmerzgedächtnis bildet sich aus. Der eigene Handlungsspielraum wird immer kleiner.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Falle akuter Schmerzen ist diese Reaktion sinnvoll, mitunter auch lebensrettend. Sobald die Bedrohung vorüber ist, lässt der Stress nach und der Parasympathikus sorgt für Entspannung. Das Problem chronischer Schmerzen ist, dass der sympathikotone Zustand anhält: Es erfolgt keine Entspannung. Hinzu kommt die häufige Kopplung von Schmerz und Angst vor dem Schmerz, wodurch der Stress für Körper und Seele chronisch wird. Auch wenn der Schmerz gerade nicht wahrgenommen wird, ist dennoch die Angst vor seinem neuerlichen Auftreten spürbar. Der Patient empfindet entweder Schmerz oder Angst vor dem Schmerz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Individuelles Schmerzerleben und Homöopathie
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bezüglich der Schmerzempfindung unterscheidet die Schulmedizin zwei grundsätzliche Qualitäten: die affektive und die sensorische. Die affektive Schmerzqualität drückt das subjektive Erleben des Schmerzes aus. Sie besagt, wie der Einzelne seine Schmerzen wahrnimmt, wie tief seine Verzweiflung dabei ist. So werden Schmerzen beispielsweise als quälend, marternd, lähmend oder zerstörerisch bezeichnet. Bei der sensorischen Schmerzqualität geht es um die Art des Schmerzes. Hier beschreibt der Betroffene, wie sich der Schmerz an sich anfühlt, z.B. stechend, drückend, brennend, klopfend, pulsierend, bohrend, dumpf, hell oder ziehend.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           An dieser Stelle möchte ich den Bogen zur Klassischen Homöopathie und der Empfindungsmethode Rajan Sankarans spannen. Sowohl in der Beschreibung der affektiven als auch der sensorischen Schmerzqualität drückt sich das individuelle Erleben des Schmerzes aus. Spricht ein Patient beispielsweise davon, dass er sich von seinem Schmerz gequält und gepeinigt fühlt und nimmt er dabei die Opferrolle ein, während der Schmerz als Feind oder Aggressor wahrgenommen wird, so haben wir einen deutlichen Hinweis auf das Tierreich. Vermutlich braucht der Betroffene ein tierisches Arzneimittel. Dazu das Beispiel einer 50-jährigen Fibromyalgie-Patientin mit Chronic-Fatique-Syndrom (CFS), die ihren Schmerz mit folgenden Worten beschreibt: „Mein Schmerz ist ein Terrorist, er wählt strategische Ziele, verletzt mich mit Guerilla-Taktiken, völlig gewissenlos, eine fremde Macht, im Tarnanzug unterwegs, die hier und dort zuschlägt und die mir Angst macht. Mein Schmerz repräsentiert die furchtbare Achse des Bösen, und meine Hypothalamus-Hypophyse-Nebennierenrinden-Achse lebt in Angst und Schrecken. Er greift an, zieht sich zurück, greift wieder an – ein Söldner.“ (3) Hier sehen wir ganz deutlich, wie die Patientin ihren Schmerz personalisiert, zum heimtückischen Feind erklärt, der sie immer wieder völlig unerwartet attackiert. Die Opfer-Täter-Thematik tierischer Arzneimittel tritt bei diesem Beispiel deutlich zu Tage. Man könnte an ein Schlangenmittel aus der Familie der Crotalinae denken. Diese Spezies greift ohne Vorwarnung und äußerst effektiv und vernichtend aus dem Hinterhalt an und zieht sich anschließend wieder ins sichere Versteck zurück.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für einen mineralischen Menschen hingegen würde der Schmerz eher ein Strukturproblem darstellen. Es ginge um das Bewusstsein mangelnder Fähigkeiten und Kompetenzen im Umgang mit dem Schmerz. Der Betroffene hätte das tief empfundene Gefühl, dem Schmerz nichts entgegensetzen zu können, nicht zu wissen, wie er dem Schmerz effektiv begegnen soll. Das größte Problem wäre die Empfindung, nichts gegen den Schmerz in der Hand zu haben, nichts unternehmen zu können, macht- und hilflos zu sein. Der eigene Mangel stünde hier im Vordergrund.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei einem Patienten, dessen Heilmittel pflanzlichen Ursprungs ist, geht es mehr um die sensorische Schmerzqualität. Hier wird der Schmerz nicht als Aggressor empfunden, er selbst sieht sich nicht als Opfer, und es geht auch nicht um ein Strukturproblem, sondern vielmehr um eine grundsätzliche Empfindlichkeit und Empfänglichkeit auf das, was von außen auf ihn einwirkt. Hier spielt oft die Wahrnehmung der sensorischen Schmerzqualität eine wichtige Rolle: Bei den Ranunculaceen (Hahnenfußgewächse) beispielsweise werden die Schmerzen als scharf, stechend, wie ein Dolchstoß oder wie elektrische Schläge beschrieben. Die Schmerzempfindung der Rosaceen (Rosengewächse) hingegen hat eine ganz andere Qualität, sie wird mit den Worten „gequetscht“, „herausgedrückt“, „(heraus)gepresst“ und „herausschießend“ wiedergegeben. Die Hamameliden (Zaubernussähnliche) wiederum werden in Verbindung gebracht mit der Empfindung „komprimiert“, „zusammengedrückt“ und „schwer“. Bei den Pilzen (Fungi) haben wir es mit Patienten zu tun, die ihre Schmerzen als fressend, nagend, erodierend, zersetzend, penetrierend, durchdringend und geschwürig bezeichnen. Zur Rechtfertigung einer Pflanzenverschreibung muss die entsprechende Empfindung auch auf anderen Ebenen geäußert werden, nicht nur beim Schmerz. Häufig sprechen Pflanzenpatienten während der Anamnese in Gegensatzpaaren. Da wo Schwere ist, findet man auch Leichtigkeit. Dort, wo es um die Empfindung „zusammengezogen“ oder „kontrahiert“ geht, tauchen auch die Begriffe „Ausdehnung“, „größer werden“ oder „unbegrenzt“ auf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist also durchaus möglich und sinnvoll, von der empfundenen Schmerzqualität auf das passende Heilmittel zu schließen. Voraussetzung ist allerdings, dass der Patient dazu in der Lage ist, seine individuelle Wahrnehmung in Worte zu fassen. Eine Alternative wäre es, ihn zu ermuntern, ein Bild zu malen, wenn ihm diese Ausdrucksform leichter fällt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Sankarans Miasmen und die Tiefe des Erlebens
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Ausdruck der affektiven Schmerzqualität wird auch deutlich als wie schwerwiegend der Betroffene seinen Schmerz empfindet, sodass wir einen Bezug zu den Miasmen Sankarans herstellen können. Rajan Sankaran unterscheidet zehn verschiedene Miasmen (Akut, Typhus, Psora, Ringworm, Malaria, Sykose, Krebs, Tuberkulose, Lepra und Syphilis), die darüber Auskunft geben, als wie intensiv, tief, hoffnungslos und verzweifelt der Patient seine Situation erlebt. Bei den Miasmen, die links von der Sykose angeordnet sind (Akut, Typhus, Psora, Ringworm und Malaria) wird die Lage als hoffnungsvoller und weniger verzweifelt empfunden als bei den Miasmen auf der rechten Seite (Krebs, Tuberkulose, Lepra und Syphilis). Die Sykose liegt genau in der Mitte, hier besteht zwar wenig Hoffnung auf Genesung, es droht jedoch auch keine Lebensgefahr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Das akute Miasma
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Braucht der Patient ein Mittel aus dem Akut-Miasma, so empfindet er seine Schmerzen als plötzliche, intensive Bedrohung. Es geht um Leben oder Tod. Die Schmerzen kommen aus heiterem Himmel, sind in der Regel von kurzer Dauer und enden ebenso plötzlich wie sie erschienen sind. Heftige akute Schmerzen wären ein typisches Beispiel für dieses Miasma. Aber auch chronische oder rezidivierende Schmerzen können im Sinne des Akut-Miasmas wahrgenommen werden, z.B. plötzlich einschießende Nervenschmerzen ohne Vorankündigung. Der Betroffene reagiert mit Panik oder Schock, gefolgt von Fluchtgedanken oder Starre.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Arzneimittel aus dem Akuten Miasma:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aconitum, Belladonna, Campher, Morphinum, Stramonium, Veratrum album
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Das psorische Miasma
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein psorischer Patient geht mit Zuversicht und Optimismus an seine Schmerzen heran. Sie beeinträchtigen ihn kaum in seinem täglichen Leben, und er hat keinen Zweifel daran, dass sie wieder vergehen werden, bzw. dass er damit adäquat umgehen kann. Er ist der festen Überzeugung, dass er es schaffen wird, des Problems mit einiger Anstrengung Herr zu werden. Die Schmerzintensität ist eher gering. Seine Reaktion auf den Schmerz ist ein ständiges Bemühen um Linderung bzw. Genesung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Arzneimittel aus dem Psorischen Miasma:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Calcium carbonicum, Graphites, Lycopodium, Kalium carbonicum, Sulphur
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Das Typhus-Miasma
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beim Typhus-Miasma handelt es sich um eine Kombination aus akutem und psorischem Miasma. Bezogen auf die Schmerzwahrnehmung heißt das: Der Betroffene erlebt seine Schmerzen als akute Krise mit einem Anfang und einem Ende. Die Schmerzen setzen plötzlich und intensiv ein, sie sind unberechenbar, erzeugen die typischen Akut-Reaktionen wie Panik und Schock mit Starre oder Fluchtgedanken. Der Patient hat das Verlangen, aktiv gegen den Schmerz vorzugehen, was eine kurze, aber heftige Anstrengung erfordert, doch dann verschwindet der Schmerz wieder. Es handelt sich um periodisch wiederkehrende Schmerzattacken mit komplett schmerzfreien Intervallen. Die Schmerzintensität ist zwar heftig, die Haltung zum Schmerz aber hoffnungsvoll, fast kindlich naiv. Ein typisches Beispiel für ein derartiges Schmerzgeschehen wäre eine zyklusabhängige Migräne, die lediglich einmal im Monat vor der Periode auftritt, die Patientin aber während der übrigen Zeit in keiner Weise beeinträchtigt. Das Empfinden im Typhus-Miasma lautet: „Wenn ich es nur schaffe, durch diese Krise hindurchzukommen, habe ich es geschafft und kann mich ausruhen.“ (4)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Arzneimittel aus dem Typhus-Miasma:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bryonia, Carbo vegetabilis, Hyoscyamus, Nux vomica, Rhus toxicodendron
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Das sykotische Miasma
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der sykotische Patient hat eine resignative Haltung seinem Schmerz gegenüber. Er hat sich damit abgefunden, dass er den Schmerz wohl nicht mehr loswerden wird und richtet sein Leben entsprechend ein. Seine innere Einstellung lautet: Ich kann es nicht ändern, also muss ich es wohl oder übel akzeptieren und fortan damit leben. Dabei vermeidet er geflissentlich alle Situationen, die den Schmerz auslösen oder verstärken könnten, was seinen Handlungsspielraum immer mehr einschränkt – ein typisches Reaktionsmuster vieler Patienten mit chronischen Schmerzen. Charakteristisch für das sykotische Miasma sind antizipatorische Ängste. Der Patient ist fixiert auf seinen Schmerz: Angst und Vermeidungshaltung stehen im Mittelpunkt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Arzneimittel aus dem Sykotischen Miasma:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Calcium bromatum, Causticum, Gelsemium, Lac felinum, Medorrhinum, Pulsatilla, Silicea, Thuja
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Das Ringworm-Miasma
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beim Ringworm-Miasma haben wir es mit einer Kombination aus psorischem und sykotischem Miasma zu tun. Die Schmerzintensität ist nicht besonders groß, und es herrscht keine Hoffnungslosigkeit oder gar Verzweiflung vor. Typisch ist der Wechsel aus optimistischer und resignativer Haltung: Einmal ist sich der Betroffene sicher, dass er den Schmerz überwinden wird und er unternimmt gezielte Anstrengungen in diese Richtung, dann aber gibt er resigniert auf und fügt sich in sein vermeintliches Schicksal. Der sykotische Teil akzeptiert die Schmerzen, der psorische lehnt sich dagegen auf und versucht sie zu bewältigen. Im Gegensatz zum akuten Miasma geht es hier nicht um Leben oder Tod, der Schmerz wird eher als unangenehm und lästig, nicht aber als lebensbedrohlich empfunden. Der typische Ringworm-Patient fängt immer wieder eine neue Therapie an, um sie kurze Zeit später wieder zu beenden, weil er an ihrem Erfolg zweifelt, doch er gibt nie völlig auf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Arzneimittel aus dem Ringworm-Miasma:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Calcium silicatum, Calcium sulphuricum, Kalium sulphuricum, Lac humanum, Sarsaparilla
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Das Malaria-Miasma
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Malaria-Miasma vereint akute und sykotische Anteile. Der Patient fühlt sich von seinem Schmerz attackiert, angegriffen und gequält, was ihn in seinem täglichen Leben stark einschränkt und behindert. Er hat das Gefühl, in seinem „Schmerzkarussell“ festzustecken, sieht keinen Ausweg aus dem Dilemma. Er fühlt sich vom Unglück verfolgt, jammert und lamentiert. Typisch für das Malaria-Miasma sind periodisch wiederkehrende heftige Schmerzattacken mit unberechenbarem Verlauf wie Neuralgien, Migräne, Gelenkbeschwerden, anfallsartige Magenschmerzen etc. Die Schmerzen setzen unvermittelt und mit großer Intensität ein, versetzen den Betroffenen in Panik, halten für eine gewisse Zeit an und ziehen sich dann wieder zurück. Im Gegensatz zum Typhus-Miasma empfindet der Betroffene die Zeitspanne zwischen den Schmerzattacken allerdings nicht als Entspannung. Der sykotische Anteil sorgt dafür, dass die schmerzfreie Zeit geprägt ist von antizipatorischen Ängsten und einer zwanghaften Vermeidungshaltung: Alles, was eine neuerliche Attacke antriggern könnte, wird tunlichst unterlassen. Der Schmerz hat den „Malaria“-Patienten fest im Griff.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Arzneimittel aus dem Malaria-Miasma:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Chelidonium, China, Colocynthis, Dioscorea, Natrium muriaticum, Spigelia
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Das Krebs-Miasma
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schmerzpatienten, die ein Arzneimittel aus dem Krebs-Miasma benötigen, haben das starke Verlangen, alles unter Kontrolle haben zu müssen: ihr Leben und den Schmerz. Dabei überfordern sie sich permanent und gehen bis an ihre Belastungsgrenze, aus Angst, das Chaos würde sich ihrer bemächtigen. Mit aller Kraft wehren sie sich dagegen, dass der Schmerz die Oberhand gewinnt. Sie empfinden ihre Schmerzen als destruktiv, ihre Lage als verzweifelt und nahezu hoffnungslos. Meist handelt sich bei diesen Menschen um Perfektionisten, die nichts dem Zufall überlassen können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Arzneimittel aus dem Krebs-Miasma:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Arsenicum, Carcinosinum, Ignatia, Nitricum acidum, Opium, Staphisagria
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Das tuberkulinische Miasma
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das tuberkulinische Schmerzempfinden ist geprägt von Zeitdruck und Hektik. In blindem Aktionismus versucht der Betroffene alles Mögliche, um den Schmerz so schnell wie möglich loszuwerden. Wie ein Getriebener kämpft er unermüdlich gegen „Windmühlen“. Die Schmerzintensität ist groß, ebenso die Verzweiflung. Der Patient fühlt sich stark unter Druck gesetzt, hat das Gefühl, dass ihm kaum noch Zeit bleibt, um den Schmerz zu besiegen. Er ist ausgebrannt, hat kaum noch Energie.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Arzneimittel aus dem tuberkulinischen Miasma:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Apis, Aranea diadema, Iodium, Mygale, Phosphor, Tarentula, Tuberkulinum
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Das Lepra-Miasma
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Lepra-Miasma sind Schmerzintensität und Verzweiflung sehr stark ausgeprägt. Die Betroffenen haben kaum Hoffnung auf Genesung oder Schmerzlinderung. Sie leben in ständiger Sehnsucht nach Veränderung ihres qualvollen Zustandes, ohne an eine Lösung ihres Problems zu Glauben. Die Folge sind mitunter Selbstmordgedanken. Hinzu kommt, dass sich diese Patienten isoliert und ausgegrenzt fühlen. Sie geben sich selbst die Schuld an ihrem Zustand und hassen sich dafür. Schlussendlich geben sie sich selbst auf. Der chronische Schmerz treibt sie in die Depression.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Arzneimittel aus dem Lepra-Miasma:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Cicuta virosa, Curare, Hura brasiliensis, Lac defloratum, Mandragora, Secale cornutum
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Das syphilitische Miasma
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Menschen, deren Heilmittel aus dem syphilitischen Miasma stammt, empfinden ihren Schmerz als so vernichtend, dass sie sich ein weiteres Leben mit diesem Schmerz nicht vorstellen wollen oder können. Sie leiden extrem unter ihren Schmerzen, haben keinerlei Hoffnung auf Hilfe oder Genesung, sind vollkommen verzweifelt, bereit ihr Leben zu beenden. Doch bevor sie das tun, unternehmen sie einen letzten verzweifelten Versuch, das Ruder noch einmal herumzureißen, sie sind der „Kapitän eines sinkenden Schiffes“, halten die Stellung, obwohl es keine Rettung mehr gibt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Arzneimittel aus dem syphilitischen Miasma:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aurum, Cenchris contortrix, Lachesis, Mercurius, Plumbum, Plutonium, Syphilinum
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die beiden Autoren David S. Butler und G. Lorimer Moseley (5) unterscheiden zwei Schmerztypen, die auch in Hinblick auf die Miasmenzuordnung interessant sind. Typ 1 entspricht dem sykotischen Miasma: Er neigt zur Unterforderung, vermeidet alles, was den Schmerz auslösen könnte und geht in die Passivität, ist pessimistisch und resignativ. Die Toleranzschwelle wird dabei immer niedriger. Typ 2 tendiert dazu, die Zähne zusammenzubeißen und durchzuhalten, selbst wenn es äußerst schmerzhaft ist. Dieser Typ hat einen Hang zur Überforderung und ignoriert die Signale seines Körpers. Die Betroffenen sind oft Leistungsmenschen und Perfektionisten. Hier könnte man an das Krebs-Miasma denken: Sich permanent überfordern, bis an die Grenzen gehen und alles im Griff haben wollen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Fazit
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben Lokalisation und Modalitäten kann die individuelle Schmerzempfindung entscheidend dazu beitragen, das passende Heilmittel für den Patienten zu finden. Gerade in der persönlichen Wahrnehmung und Empfindung von Schmerzen sowie in der Reaktion darauf, finden wir das Besondere und Individuelle, dass uns die Arzneimittel voneinander unterscheiden lässt. Optimismus und Zuversicht auf der einen Seite sowie Hoffnungslosigkeit und totale Verzweiflung auf der anderen führen uns zum Miasma, was wiederum ein wichtiger Schritt zur Ermittlung des Simillimums ist. Letztlich muss uns aber klar sein, dass das Arzneimittel, selbst wenn es gut gewählt ist, lediglich den Anstoß zur Heilung gibt. Wir dürfen dem Patienten die Verantwortung für seine Genesung nicht aus der Hand nehmen. Er darf sich nicht abhängig von unserem Geschick als Therapeuten wähnen, sondern muss stets das Gefühl haben, sein Leben selbst gestalten und aktiv gegen den Schmerz vorgehen zu können. Der Heidelberger Philosoph Hans-Georg Gadamer sprach in diesem Zusammenhang von der „Freude des Gelingens“ (6).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Anmerkungen:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (1) Wiedemann, J.: Gesichter des Schmerzes. Vortrag auf der 24. Arbeitstagung des Wildunger Arbeitskreises für Psychotherapie „Gesichter der Menschlichkeit“. S. 1
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (2) Gardner-Nix, J. / Costin-Hall, L.: Der achtsame Weg durch den Schmerz. Arbor Verlag. Freiburg i. Br. 2012. S. 95
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (3) Gardner-Nix J. / Costin-Hall, L.: Der achtsame Weg durch den Schmerz. Arbor Verlag. Freiburg i. Br. 2012. S. 213
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (4) Sankaran, R.: Intensivkurs Homöopathie. Narayana Verlag. Kandern. 2015. S. 503
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (5) Butler, D.S. / Moseley, G. L.: Schmerzen verstehen. Springer Medizin Verlag. Heidelberg. S. 98
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (6) Gadamer, H-G.: Schmerz. Einschätzungen aus medizinischer, philosophischer und therapeutischer Sicht. Universitätsverlag Winter. Heidelberg. 2010, S. 29
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 01 Sep 2025 08:23:37 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Depressionen und Angststörungen im Kindes- und Jugendalter</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           An Natrium muriaticum sollte man denken, wenn Kinder und Jugendliche in ihrem eigenen Kummer gefangen sind. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Von wegen unbeschwerte Zeit
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seelische Störungen oder manifeste psychische Erkrankungen können bereits im Kindes- und Jugendalter auftreten. Sogar Babys leiden schon unter Depressionen. Laut einer Erhebung des Robert-Koch-Instituts zeigen in Deutschland rund 20 Prozent aller unter 18-Jährigen psychische Auffälligkeiten – mit zunehmender Tendenz. Die Ursachen dafür liegen meist in der Schwangerschaft, der Geburtssituation oder in der frühen Kindheit, weshalb diese basalen Entwicklungsphasen im Leben eines Kindes in der homöopathischen Anamnese besonders aufmerksam betrachtet und analysiert werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wodurch wird ein Kind depressiv?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zunächst besteht eine gewisse genetische Disposition: Ein Kind mit einer depressiven Mutter oder einem seelisch kranken Vater hat ein höheres Risiko, selbst depressiv zu werden. Es wird aber davon ausgegangen, dass v.a. bei jüngeren Kindern die psychosozialen Faktoren im Vordergrund stehen. „Kinder brauchen den Widerhall im Gegenüber, sie müssen glänzende Augen bei ihren Eltern oder auch (bei) Oma oder Opa sehen, die sagen: „Wow, toll, dass es dich gibt, du bist das Größte für mich!“ (1) Der Grundstein für eine spätere depressive Neigung wird häufig bereits in der Schwangerschaft, unter der Geburt oder in der Neugeborenphase gelegt. Aufgrund der Symbiose zwischen Mutter und Kind während der Geburt gilt: „Alles, was die Mutter seelisch beim Geschehen des Geburtsvorgangs erlebt, können wir ohne Abstriche auch für das Kind annehmen.“ (2) Ein gestörtes oder gar fehlendes Bonding nach der Geburt kann beim Kind zu gravierenden seelischen Schäden führen. In jedem Fall bedeutet es einen schlechten Start ins Leben. Manche Menschen leiden bis an ihr Lebensende an der fehlenden Nestwärme in den ersten Wochen, Monaten oder Jahren – trotz Psychotherapie.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Mögliche Ursachen für psychische Störungen von Kindern und Jugendlichen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ungewollte Schwangerschaft (evt. mit Adoption)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Psychischer Stress während der Schwangerschaft
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Schreck oder Schock (während der Schwangerschaft oder danach)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Alkohol- oder Drogenabusus der Mutter während der Schwangerschaft
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wochenbettdepression
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Depressionen in der Familie
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Traumatisierende Geburtserfahrung mit fehlendem Bonding
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Trennungserfahrung in der Kindheit oder im Jugendalter (Trennung der Eltern)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Schwere Krankheiten in der Familie
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Tod eines oder beider Elternteile
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Emotionale Vernachlässigung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Missbrauch oder Gewalt
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Überzogene Erwartungshaltung von Seiten der Eltern
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mobbing in der Schule
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Liebeskummer
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Woran erkennt man, dass ein Kind unter Depressionen leidet?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den ersten Lebensjahren sind depressive Kinder meist apathisch und teilnahmslos. Kindergartenkinder ziehen sich zurück, beteiligen sich nicht am gemeinsamen Spiel. Typisch sind Schlafstörungen, begleitet von nächtlicher Unruhe und wiederholten Alpträumen. Die Kinder sind häufig entwicklungsverzögert, essen schlecht, sind auffällig ängstlich und extrem anhänglich. Neben den stillen, passiven Kindern, gibt es auch die sehr unruhigen, wilden. Diese schlagen mit dem Kopf gegen Bettgestell, Wand oder Boden, verletzen sich selbst und/oder reißen sich die Haare aus. Im Umgang mit anderen sind sie wenig kompromissfähig, streiten viel und agieren destruktiv. Ess- und Schlafstörungen sind auch im Schulalter ein wichtiger Indikator für ein seelisches Leiden. Häufig klagen diese Kinder über rezidivierende Kopf- und Bauchschmerzen unklarer Genese. Alarmierend ist auch ein Regredieren in Form von Einnässen, Einkoten oder Daumenlutschen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Spiel gibt wichtige Hinweise für die seelische Gesundheit eines Kindes. Kai von Klitzing, Professor für Kinder- und Jugendpsychiatrie, hat beispielsweise herausgefunden, dass die Rollenspiele depressiver Kinder häufig schlecht ausgehen – das Happy End fehlt. Auch erzählen diese Kinder zu Hause, keiner wolle mit ihnen spielen, auch wenn dies nicht den Tatsachen entspricht. Sie fühlen sich ungeliebt und unverstanden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Je älter Kinder werden, desto deutlicher treten körperliche und psychische Symptome einer Depression zutage. Ab dem Schulalter denken Kinder zunehmend über ihre Gemütsverfassung nach, sie beginnen diese zu reflektieren. Ihre Niedergeschlagenheit wird ihnen immer bewusster, sie spüren deutlich, dass sie anders sind als die Klassenkameraden, dass mit ihnen etwas nicht stimmt. Während die einen still und in sich gekehrt sind, reagieren andere mit Hyperaktivität und clowneskem Verhalten, um ihre Traurigkeit zu kompensieren. Beiden Gruppen gemeinsam ist eine gedrückte Grundstimmung: Sie haben keine rechte Freude am Leben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Suizidgedanken oder -versuche werden mit zunehmendem Alter immer konkreter, v.a. bei Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren. Schätzungen zur Folge versucht jeder zehnte depressive Jugendliche mindestens einmal, sich ernsthaft das Leben zu nehmen. (3) In der Pubertät ist es besonders schwer, eine Depression zu erkennen und zu diagnostizieren. Das Stimmungsbarometer geht in dieser schwierigen Lebensphase ohnehin ständig rauf und runter. Pubertierende Jugendliche hadern häufig mit sich und der Welt, sind latent unzufrieden und orientierungslos. Auch lassen sie sich nicht gerne in die Karten schauen, ziehen sich in ihre eigene Welt zurück und verweigern gutgemeinte Hilfsangebote von Seiten der besorgten Eltern. Typische Anzeichen einer Depression in diesem Alter sind gravierende Essstörungen wie Bulimie oder Anorexie sowie anhaltende Schlafstörungen, aber auch latente Traurigkeit, Niedergeschlagenheit und Hoffnungslosigkeit. Selbstverletzende, autoaggressive Tendenzen treten vor allem bei Mädchen zwischen 12 und 15 Jahren verstärkt auf. Dazu zählen Ritzen, Zigaretten auf der bloßen Haut ausdrücken, auf die heiße Herdplatte fassen, sich beißen oder schlagen und sich die Haut an den Fingerspitzen abreißen. Während Jungen ihre Aggressionen eher nach außen bringen, richten Mädchen ihre negativen Gefühle vermehrt gegen sich selbst.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Mögliche Behandlungsansätze
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Natürlich sind die Grenzen zwischen einer vorübergehenden seelischen Verstimmung und einer manifesten Depression fließend. Und es hängt vor allem von der Dauer und der Schwere der Symptomatik ab, ob ernsthafter Behandlungsbedarf besteht. Schulmedizinisch ist für Kinder unter sechs Jahren keine Behandlung bei seelischen Erkrankungen vorgesehen. Psychopharmaka verbieten sich im Kindesalter ohnehin. Dennoch ist eine Psychotherapie auch bei kleinen Kindern sinnvoll und wichtig, um frühzeitig einzulenken. Auch die Klassische Homöopathie bietet im Falle einer chronischen Behandlung kompetente Hilfe und Unterstützung in jedem Lebensalter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Klassische Homöopathie bei Depressionen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Klassischen Homöopathie gehen wir immer vom Individuum aus, d.h. entscheidend für die Verordnung des passenden Heilmittels ist die persönliche Geschichte des Patienten, seine individuelle Wahrnehmung und Empfindung sowie die Symptome, die der kranke Organismus an die Oberfläche bringt. Mögliche Erlebnisse oder Erfahrungen, die zu einer Depression im Kindes- und Jugendalter führen können, sind beispielsweise:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In der frühen Kindheit verstirbt die Mutter des Kindes an Krebs. Das Kind muss mit dem Verlust und der Trauer um die Mutter fertig werden. Der Vater, selbst überwältigt von dem großen Schmerz, ist komplett überfordert mit der Betreuung des kleinen Kindes. Das Kind fühlt sich mit seinem Schmerz allein, weil der Vater selbst in seiner Trauer und seinem Kummer gefangen ist (siehe: Natrium muriaticum)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In der Familie sind mehrere Kinder. Der Vater verlässt die Mutter und diese steht allein mit zwei oder drei Kindern da. Das älteste Kind, eine Tochter, fühlt sich verantwortlich für die jüngeren Geschwister, versucht die Mutter zu unterstützen, ihr den Partner zu ersetzen (siehe: Carcinosinum).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein Kind wird Zeuge tätlicher Auseinandersetzungen der Eltern. Es muss mitansehen, wie der Vater, den es trotz allem liebt, die Mutter misshandelt oder gar missbraucht (siehe: Stramonium).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Mutter erlitt während der Schwangerschaft einen großen Schreck oder Schock, das Kind im Mutterleib nimmt unmittelbar daran Teil (siehe: Stramonium).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein junges Mädchen unter 18 Jahren wird ungewollt schwanger, sie ist alkohol- und drogenabhängig, gibt das Kind nach der Geburt zur Adoption frei. Es findet keine positive Bindung während der Schwangerschaft und auch kein Bonding nach Geburt statt (siehe: Muttermittel)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mobbing im Kindergarten oder in der Schule (siehe: Staphisagria)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein 14-jähriges Mädchen wird von einem Verwandten wiederholt sexuell missbraucht. Dieser droht ihr, sie umzubringen, wenn sie irgendjemand von den Übergriffen erzählt. Das Mädchen schweigt aus Angst vor den Konsequenzen (siehe: Lac caninum)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Je früher es (das Psychotrauma) den Menschen in seinem Leben trifft, umso krankmachender – seelisch wie somatisch – wirkt es sich im Laufe des Lebens aus.“ (4)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jedes Kind und jeder Jugendliche reagiert anders auf ein Psychotrauma, nicht nur seelisch, sondern auch körperlich. Mögliche Symptome, die uns zusammen mit den jeweiligen Modalitäten zum richtigen Arzneimittel führen können, sind:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bettnässen (Enuresis nocturna)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Einkoten (Enkopresis)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Stottern
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nägelkauen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ritzen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Tics
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Handwaschzwang
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Angststörungen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Schlafstörungen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Essstörungen (Anorexia nervosa, Bulimia nervosa)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Welche Mittel kommen in Frage?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Entscheidung für ein bestimmtes homöopathisches Mittel hängt von der Gesamtheit und Individualität der Symptomatik ab. Dennoch gibt es einige Mittel bzw. Mittelgruppen, die einen besonderen Bezug zum Kummer von Kindern und Jugendlichen haben. Diese sollen hier skizziert werden. Prinzipiell kommen aber auch viele andere Mittel in Betracht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Muttermittel
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine wichtige Arzneimittelgruppe bei (Bindungs-) Störungen in der frühesten Kindheit (Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett) sind die Muttermittel: Homöopathika, deren Ausgangssubstanzen der Schwangerschafts- und Neugeborenenphase entstammen und die menschlichen Ursprungs sind. Dazu zählen Mittel wie Folliculinum, das Östrogen aus dem Ovarialfollikel, Aqua amniota humana, das menschliche Fruchtwasser, Placenta humana, gewonnen aus der menschlichen Plazenta, Umbilicus humanus, die menschliche Nabelschnur, Vernix caseosa, auch Käseschmiere genannt, Oxytocin, ein Hormon, das im Hypothalamus gebildet wird, auch „Bindungshormon“ genannt, und Lac humanum (oder maternum), die Muttermilch. Diese Mittel sind angezeigt, wenn die Causa für die psychische Störung in der Zeit um die Geburt zu suchen ist, beispielsweise wenn die Schwangerschaft ungewollt war, die Mutter keine Beziehung zu dem Ungeborenen und/oder zu dem Neugeborenen herstellen konnte, wenn das Bonding nicht oder nur mangelhaft stattgefunden hat. Das kann auch bei Frühgeborenen oder ganz allgemein bei Kindern der Fall sein, die unmittelbar nach der Entbindung intensivmedizinisch betreut werden mussten und in den ersten Tagen oder Wochen wenig oder gar keinen liebevollen Umgang mit Mutter oder Vater erfahren konnten. Das Gleiche gilt für Kinder, die zur Adoption freigegeben wurden und daher überhaupt keinen Kontakt zur leiblichen Mutter hatten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Carcinosinum – der kleine Erwachsene
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Nosode aus karzinogenem Brustgewebe ist ein wichtiges Heilmittel für Kinder oder Jugendliche, die viel zu früh Verantwortung für sich und andere übernehmen müssen. Als Causa finden wir häufig eine dauerhafte Überforderung mit Eltern, die dem Kind zu viel an Leistung und Verantwortung abverlangen, worauf das Kind mit enormer Anstrengung und Leistungsbereitschaft reagiert. Oder die Eltern sind überängstlich und „erdrücken“ das Kind mit ihrer übertriebenen Fürsorge. Auch in diesem Fall ist keine gesunde Entwicklung möglich. Ein weiterer Nährboden der Carcinosinum-Pathologie sind Elternhäuser, die jegliche gesunde Aggression bereits im Keim ersticken, was eine mitunter lebenslange Unterdrückung negativer Gefühle zur Folge hat. Das Kind wächst mit dem Bewusstsein auf, dass Liebe und Zuneigung nur der bekommt, der sich lieb, friedfertig und angepasst verhält. „In sich selbst eingekerkert wenden diese Patienten ihre Aggressionen gegen sich selbst und leiden unter Allergien, Schlaflosigkeit und schließlich Krebs“, wie der französische Homöopath Didier Grandgeorge konstatiert. (5)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Carcinosinum-Kinder sind in der Regel pflegeleicht: Sie passen sich an, versuchen möglichst wenig (negativ) aufzufallen und es allen recht zu machen, um nicht getadelt oder kritisiert zu werden. Sie sind sehr empfindlich auf Unstimmigkeiten in der Familie – Streit können sie schlecht aushalten. Zudem haben sie hohe Ansprüche an sich selbst und an ihre Leistungen, Kontrolle ist ihnen äußerst wichtig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Bestätigung auf körperlicher Ebene sind blaue Skleren, Café-au-lait-Flecken, viele Muttermale und schwer verlaufende Infektionskrankheiten in der Vorgeschichte sowie Krebs in der Familie.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wichtige Rubriken
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           G – Anorexia (69): Carc. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Anorexia – Kindern; bei (2): Carc. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Beißen – Nägel (= Nägelkauen) (72): Carc. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Beschwerden durch – Missbrauch, Misshandlung, nach – sexuellem Missbrauch; nach (48): Carc. (3-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Beschwerden durch – Streit, Streitigkeiten (21): Carc. (3-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Beschwerden durch – Tadel (33): Carc. (1-w.) 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Bulimie (93): Carc. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Pflicht – zu viel Pflichtgefühl – Kindern, bei (23): Carc. (3-w.) 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Verstümmelt seinen Körper (37): Carc. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Waschen – Verlangen zu waschen – Hände; wäscht sich ständig die (23): Carc. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Mund – Sprache – stotternd (97): Carc. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Blase – Urinieren – unwillkürlich – nachts – Kindern, bei (15): Carc. (1-w.)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Natrium muriaticum – gefangen im eigenen Kummer
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Natrium muriaticum ist eine der zentralen Arzneien bei Beschwerden durch anhaltenden Kummer. Diese Kinder oder Jugendlichen fühlen sich massiv gekränkt und gedemütigt. Ihr Hauptempfinden ist Enttäuschung durch die Bezugsperson (en), meist ist es die Mutter, von der sie sich vernachlässigt und nicht bedingungslos geliebt fühlen, beispielsweise, weil diese, selbst depressiv, dazu nicht in der Lage ist bzw. war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um den großen seelischen Schmerz aushalten zu können, vergraben sie ihn tief in ihrem Inneren. Wenn man ihnen gegenübersitzt, wirken diese Patienten zwar sehr bedürftig, gleichzeitig aber verschlossen, wie erstarrt in ihrem Kummer. Aus Angst, erneut enttäuscht zu werden, halten sie mit ihren Gefühlen hinterm Berg, Tränen rollen nur, wenn niemand zusieht oder in Gegenwart einer Vertrauensperson. Im Beisein Fremder können sie nicht loslassen, weshalb es ihnen auch so schwerfällt, in Anwesenheit anderer zu urinieren oder eben zu weinen. Einerseits fühlen sie sich allein und verlassen: zu schwach um den Anforderungen des Lebens zu trotzen, andererseits hegen sie einen inneren Groll gegen Menschen, die ihnen jemals etwas „angetan haben“ und wenden sich brüsk von ihnen ab. Sie tun sich sehr schwer, Hilfe anzunehmen oder gar einzufordern, wodurch sie sich selbst im Wege stehen. Die nicht geweinten Tränen ergießen sich nachts, wenn die Kontrolle des Bewusstseins ausgeschaltet ist, in Form von Bettnässen. Auch geben sich Natrium-muriaticum-Kinder selbst die Schuld an ihrem Kummer: Sie glauben, dass es an ihnen liegt, wenn sie enttäuscht oder gar verlassen werden, was zu autoaggressiven Handlungen führen kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wichtige Rubriken
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           G – Anorexia (69): Nat-m. (2-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Beißen – Nägel (= Nägelkauen) (72): Nat-m. (2-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Beschwerden durch – Enttäuschung (53): Nat-m. (3-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Beschwerden durch – Grobheit anderer (20): Nat-m. (3-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Beschwerden durch – Kränkung, Demütigung (78): Nat-m. (3-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Beschwerden durch – Kummer (94): Nat-m. (4-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Beschwerden durch – Liebe; enttäuschte (57): Nat-m. (4-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Beschwerden durch – Vernachlässigung; durch – Mutter; durch die (14): Nat-m. (2-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Bulimie (93): Nat-m. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Gesten, Gebärden; macht – Finger – Mund; Kinder stecken die Finger in den (23): Nat-m. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Kummer, Trauer – still (38): Nat-m. (3-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Quält sich (9): Nat-m. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Verstümmelt seinen Körper (39): Nat-m. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Waschen – Verlangen zu waschen – Hände; wäscht sich ständig die (23): Nat-m. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Weinen – kann nicht weinen, obwohl er traurig ist (31): Nat-m. (4-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Auge – Zucken (76): Nat-m. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Mund – Sprache – stotternd (97): Nat-m. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Blase – Harnverhaltung – Anwesenheit anderer nicht urinieren; kann in (6): Nat-m. (3-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Blase – Urinieren – unwillkürlich – Kindern, bei (16): Nat-m. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Allg. – Zucken (233): Nat-m. (2-w.)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Hyoscyamus – Aufmerksamkeit durch negative Kontaktaufnahme
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hyoscyamus-Kinder leiden unter extremer Eifersucht: Sie fühlen sich im Stich gelassen, verraten und betrogen. Um die ersehnte Liebe und Aufmerksamkeit zu bekommen, reagieren sie nicht mit Wohlverhalten, sondern mit Provokation. Sie schreien, spucken, sind boshaft, beleidigend, taktlos, indiskret, intrigant und impertinent. Häufig ist der Auslöser die Geburt eines Geschwisterchens oder ein neuer Partner an der Seite von Mutter oder Vater. Das Kind hat das Gefühl, keinen sicheren Platz mehr in der Familie zu haben. Körperliche Reaktionen können sein: Nägelkauen, Einkoten und Einnässen, nächtliches Zähneknirschen, vorgetäuschte Krankheiten und autoaggressives Verhalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Charakteristisch für Hyoscyamus ist die Schamlosigkeit ihres Verhaltens: Kinder ziehen sich nackt aus und masturbieren ungeniert in Anwesenheit anderer. Jugendliche provozieren vor allem durch sexistische, schamlose Bemerkungen und „unanständige“ Witze. Sie benehmen sich lüstern und lasziv, lachen albern und dümmlich dabei. Daneben hat Hyoscyamus auch eine gewalttätige Seite. Ebenfalls aus enttäuschter Liebe und rasender Eifersucht kann der Hyoscyamus-Patient so in Rage geraten, dass er zuschlägt und den Impuls verspürt, zu töten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wichtige Rubriken
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           G – Albernes Benehmen (93): Hyos: (3-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Beißen – Nägel (= Nägelkauen) (72): Hyos. (2-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Beschwerden durch – Eifersucht (12): Hyos. (3-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Beschwerden durch – Liebe; enttäuschte (57): Hyos. (3-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Beschwerden durch – Missbrauch, Misshandlung; nach (57): Hyos. (2-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Bulimie (93): Hyos. (2-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Eifersucht – Raserei, mit (2): Hyos. (3-w.) 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Gesten, Gebärden; macht – Tics; nervöse (24): Hyos. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Grimassen (31), Hyos. (2-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Lasziv, lüstern (116): Hyos. (3-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Nackt sein, möchte (24): Hyos. (4-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Schamlos (36): Hyos. (3-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Sich; schlägt (30): Hyos. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Schlägt seinen Kopf gegen die Wand und gegen Gegenstände (20): Hyos. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Schmutzig – Urinieren und Defäkieren überall – Kindern; bei (5): Hyos. (2-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Verstümmelt seinen Körper (37): Hyos. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Allg. – Zucken (233): Hyos. (3-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Auge – Zucken (76): Hyos. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Mnl. G – Masturbation; Neigung zu – Kindern; bei (27): Hyos. (3-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Wbl. G – Masturbation; Neigung zu – Kindern; bei (28): Hyos. (3-w.)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Stramonium – allein in der Wildnis
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kinder oder Jugendliche, deren Heilmittel Stramonium ist, zeigen wie Hyoscyamus ein stark auffälliges Verhalten. Die Causa ist hier Schreck oder Schock, z.B. durch ein bedrohliches Erlebnis, das sie nicht verarbeiten konnten, wie Gewalt oder Missbrauch. Dieses kann sich auch in der Schwangerschaft ereignet und über die Mutter auf das Ungeborene übertragen haben. Die Betreffenden neigen selbst zu gewalttätigen, destruktiven Ausbrüchen: Sie beißen, kratzen, treten, stampfen mit den Füßen, schlagen oder ziehen an den Haaren. Typisch sind auch alberne Gesten und Tics: unwillkürliche Bewegungen wie Tremor, Zuckungen, Chorea und Konvulsionen. Sie fühlen sich v.a. nachts verfolgt, haben Angst im Dunkeln und erwachen panisch schreiend, ohne ganz bei sich zu sein. Häufig werden sie geplagt von schrecklichen Alpträumen, daher ist ihr Schlaf ruhelos: Sie knirschen mit den Zähnen, werfen sich hin und her, stöhnen und schreien im Schlaf, schluchzen und wimmern kläglich. Wasser löst ebenfalls Furcht aus – bereits das Geräusch laufenden Wassers kann Panik hervorrufen. Stramonium-Kinder oder -Jugendliche neigen zum Stottern: Sie müssen sich sehr anstrengen, um nur ein einziges Wort herauszubringen. Bettnässen ist ebenfalls ein Thema. Insgesamt sind diese Kinder und Jugendlichen wenig kooperativ: Sie neigen zu bösartigem, streitsüchtigem Verhalten. Ihr Blick ist dabei wild, das Gesicht kongestiv, hellrot und gedunsen, die Pupillen sind weit. Im Säuglingsalter besteht eine Veranlagung zu Fieberkrämpfen. Eine Entspannung tritt erst ein, wenn der tiefsitzende Schreck erkannt und ausgelöscht wurde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wichtige Rubriken
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           G – Beschwerden durch – Missbrauch, Misshandlung; nach (57): Stram. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Beschwerden durch – Schreck (85): Stram. (2.w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Gesten, Gebärden; macht – Tics; nervöse (24): Stram. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Grimassen (31): Stram. (2-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Sich selbst; beißt (12): Stram. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            G – Verstümmelt seinen Körper (37): Stram. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Gesicht – Tic, Muskelzucken (5): Stram. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Mund – Sprache – stotternd (97): Stram. (3-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Mund – Sprache – stotternd – erschöpft, lange bevor er ein einziges Wort ausstoßen kann; ist (1): Stram. (3-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Blase – Urinieren – unwillkürlich – nachts – Schreck; nach (2): Stram. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/0367b24ec06b49fca09fcfa4290cc0b8/dms3rep/multi/AdobeStock_33139701.jpg" alt="Welpen " title="Welpen "/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Lac caninum aus der Milch einer säugenden Hündin ist ein Mittel für sensible Menschen mit niedrigem Selbstwertgefühl und der Tendenz, sich unterzuordnen. In der Regel unterdrücken sie ihre Aggressionen, aus Angst, zurückgewiesen zu werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Lac caninum – ich bin nichts wert
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lac caninum, potenzierte Hundemilch, ist ein Mittel für hochempfindliche Kinder oder Jugendliche mit niedrigem Selbstwertgefühl, die sich allein und verlassen fühlen, aber auch wertlos, misshandelt und missbraucht – wie ein „Straßenköter“, der von allen getreten wird und der sich für jedes bisschen Zuneigung erniedrigen muss. Er kann nicht wie er möchte, weil er sonst bestraft wird. Er muss sich beugen, weil er von seinem „Herrchen“ oder „Frauchen“ abhängig ist. Lac caninum ist ein wichtiges Mittel bei Psychotrauma nach sexuellem Missbrauch: Die Betreffenden empfinden Abneigung sich selbst gegenüber: Sie können sich und ihren Körper nicht leiden, finden sich ekelhaft und hässlich, verachten sich regelrecht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auffallend an dem Mittel ist der Seitenwechsel: Die körperlichen Symptome wechseln mehrfach die Seite (mal links, mal rechts). Die deutlich ausgeprägte Geruchsempfindlichkeit stellt einen weiteren Hinweis auf die Ausgangssubstanz dar. Mittelweisend ist die Furcht vor Schlangen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wichtige Rubriken
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           G – Beißen – Nägel (72): Lac-c. (1-w.)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            G – Beschwerden durch – Missbrauch, Misshandlung; nach (57): Lac-c. (2-w.) 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            G – Schreien – Schlaf, im (97): Lac-c. (2-w.)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            G – Selbstvertrauen – Mangel an Selbstvertrauen – Selbstherabsetzung; Selbstherabwürdigung (36): Lac-c. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            G – WI – schmutzig – er sei (17): Lac-c. (2-w.)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            G – Waschen – Verlangen zu waschen – Hände; wäscht sich ständig die (23): Lac-c. (2-w.)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            G – Widerwillen – selbst; vor sich (29): Lac-c. (1-w.) 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Blase – Urinieren – unwillkürlich – Kindern, bei (16): Lac-c. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Blase – Urinieren – unwillkürlich – nachts – Kindern, bei (15): Lac-c. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Staphisagria – gekränkt und gedemütigt
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Staphisagria-Kinder oder -Jugendliche sind sehr leicht verletzbar und äußerst empfindlich, v.a. gegen Beleidigungen, Kränkung und Demütigung. Sie fühlen sich häufig allein und verlassen, leiden darunter, nicht genügend geliebt oder akzeptiert werden. Meinen sogar, die anderen würden sie verachten und ausgrenzen, was leider oft der Fall ist. Kinder leben in der dauernden Angst, von der Mutter verlassen zu werden. Dabei bedauern sie sich selbst und jammern, wenn sie krank oder bedürftig sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach außen treten sie sanft, ruhig und eher bescheiden auf, fordern aber durch ihre Art ein respektvolles Entgegenkommen ein: Ihre Sensitivität gegenüber rauer Anrede oder respektlosem Benehmen ist deutlich spürbar. Typisch für Staphisagria ist auch der unterdrückte Zorn, der sich in einem Moment des Kontrollverlustes eruptiv und gewaltsam entlädt. Wenn dies nicht gelingt, folgen Schuldgefühle, den eigenen hohen Ansprüchen nicht zu genügen. Staphisagria ist ein wichtiges Mittel bei Mobbing in der Schule. Der Grund: Die Betreffenden lassen sich zu vieles gefallen und wehren sich kaum, das macht sie zu begehrten Opfern. Sie fühlen sich überfordert und hilflos. Die Folgen sind Schlaf- und Angst- und Essstörungen mit Einnässen und -koten, diversen Tics sowie Bauchschmerzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wichtige Rubriken
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           G – Anorexia (69): Staph. (1-w.)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            G – Beschwerden durch – Liebe; enttäuschte (57): Staph. (3-w.)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            G – Beschwerden durch – Missbrauch, Misshandlung, nach (57): Staph. (2-w.)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            G – Beschwerden durch – Missbrauch, Misshandlung, nach – sexuellem Missbrauch; nach (48): Staph. (3-w.)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            G – Beschwerden durch – Zorn; durch – unterdrückten Zorn; durch (50): Staph. (3-w.)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            G – Bulimie (93): Staph. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            G – Gesten, Gebärden; macht – Tics; nervöse (24): Staph. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            G – Schmutzig – Urinieren und Defäkieren überall – Kindern; bei (5): Staph. (1-w.)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            G – Wirft mit Gegenständen um sich (34): Staph. (3-w.)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Fazit
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seelische Störungen bei Kindern und Jugendlichen müssen immer ernst genommen und entsprechend therapiert werden. Die Klassische Homöopathie und hier speziell die Empfindungsmethode nach Sankaran kann dazu wertvolle Dienste leisten, da nicht nur die offensichtlichen Symptome in die Mittelfindung einbezogen werden, sondern die tiefste Ebene der menschlichen Psyche und Empfindung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Anmerkungen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (1) Interview mit Kai von Klitzing von Johanna Bruckner „Aufhorchen, wenn Geschichten immer schlecht ausgehen“ in: SZ, 16. 05. 14
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (2) Gnaiger-Rathmanner, Jutta / Mayr, Rosemarie: Homöopathie bei Psychotrauma. Haug Verlag. Stuttgart, 2014. S. 103
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (3) siehe: www.depression-depression.net/depression-bei-Kindern/symptome-nach-lebensalter.htm
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (4) Gnaiger-Rathmanner, Jutta / Mayr, Rosemarie: Homöopathie bei Psychotrauma. Haug Verlag. Stuttgart, 2014. S. 111
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (5) Vermeulen, Frans: Prisma. Emryss Verlag. Haarlem, 2006. S. 450
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 19 May 2025 11:00:08 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Aufmerksamkeits-Defizit / Hyperaktivitäts-Syndrom – kurz ADHS</title>
      <link>https://www.homoeopathie-psychotherapie-graefelfing.de/aufmerksamkeits-defizit-hyperaktivitaets-syndrom-kurz-adhs</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei ADHS ist die Reizschwelle herabgesetzt.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn man vor allem kleine Buben ab dem Kindergartenalter behandelt, dauert es meist nicht lange, bis die Rede auf ADHS kommt – eine schnell ausgesprochene Verdachtsdiagnose, die vor allem Jungen im Vorschul- und Schulalter betrifft. Man fragt sich unwillkürlich, woher diese Häufung kommt: Sind die Kinder heute anders? Hat sich das Umfeld verändert? Sind die Lehrer zu schnell überfordert oder gar unwillig? Glaubt man den Statistiken, so sind rund 5 % der Kinder von ADHS betroffen, diagnostiziert wird es jedoch bei bis zu 30 %, also vorschnell.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie kommt es zu dieser Diskrepanz? Zweifellos stellen hyperaktive Kinder eine Belastung für ihre nächste Umgebung dar, da sie Probleme haben, sich an ihr Umfeld anzupassen: Sie stören! Der Versuch, das Phänomen des unruhigen, konzentrationsschwachen Kindes, mit dem Krankheitsbild ADHS zu benennen, entspringt der Unsicherheit im Umgang mit diesen mitunter recht schwierigen Kindern. Oft scheint es beruhigend, wenn man ein Ding beim Namen nennen kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Es gibt drei bzw. vier Hauptkriterien als Kennzeichen für ADS bzw. ADHS
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            mangelnde Konzentrationsfähigkeit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            erhöhte Ablenkbarkeit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            gesteigerte Impulsivität
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            motorische Hyperaktivität (bei ADHS)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mädchen entwickeln in erster Linie ADS, d.h. bei ihnen ist die motorische Hyperaktivität weniger stark ausgeprägt, Jungen dagegen fallen gerade durch ihre Unruhe und Zappeligkeit auf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wichtig ist es vorab klarzustellen, dass die Diagnose ADS / ADHS nichts mit der Intelligenz zu tun hat – im Gegenteil, häufig sind diese Kinder sogar überdurchschnittlich intelligent. Der Grund für die Ausprägung dieses Syndroms ist eine, oft angeborene, Reizfilterschwäche, d.h. die Informationen aus der Umwelt gelangen ungefiltert oder zu wenig gefiltert ins Gehirn und werden dort verarbeitet, was die Kinder verständlicherweise überfordert. Aus dieser Erkenntnis lässt sich die erste wesentliche Verhaltensmaßnahme im Umgang mit diesen Kindern und Jugendlichen ableiten: Reize reduzieren!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ADS / ADHS-Kinder brauchen ein geordnetes Umfeld mit einem klar strukturierten Tagesablauf. Reizüberflutung durch zu viele Aktivitäten, TV und PC sollten auf ein Minimum heruntergeschraubt werden. In der Schule ist es hilfreich, wenn das Kind immer auf dem gleichen Platz, neben dem gleichen Banknachbarn sitzt, häufiges Umsetzen, wie es heute an der Tagesordnung ist, überfordert diese Kinder. Oft sind ADS / ADHS-Kinder hochsensibel, was dazu führt, dass sie sehr empfindlich auf Strafen und Beschimpfungen reagieren. Aus der Sicht der genervten Eltern und Erzieher ist es verständlich, dass sie versuchen, ein solches Kind durch Ermahnungen oder Drohungen anzutreiben. Dies führt jedoch in den seltensten Fällen zum Erfolg: Die Kinder reagieren mit einer Verweigerungshaltung. Das einzige, was hilft, ist ein liebe- und verständnisvoller Umgang mit verstärkter Motivation. Auf Grund der geringen Frustrationstoleranz fühlt sich das Kind schnell zurückgewiesen und abgelehnt, was seine innere Erregung erhöht. Die Folge: Es stört den Unterricht, spielt den Klassenkasper und tut genau das Gegenteil von dem, was der Lehrer von ihm erwartet. Typisch für ADHS-Kinder ist auch, dass sie sich sehr lange auf eine Sache konzentrieren können, sofern sie sich dafür interessieren, sprich wenn sie motiviert sind. Im anderen Fall gelingt ihnen das kaum und sie sind nicht in der Lage, fünf Minuten still zu sitzen, wenn sie Hausaufgaben machen sollen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/0367b24ec06b49fca09fcfa4290cc0b8/dms3rep/multi/AdobeStock_498271494.jpg" alt="Nahaufnahme einer Reihe kleiner Kindergruppen, die zu Hause Mobiltelefone benutzen." title="Nahaufnahme einer Reihe kleiner Kindergruppen, die zu Hause Mobiltelefone benutzen."/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Smartphone ist mittlerweile der ständige Begleiter vieler Schulkinder.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Kinder verhalten sich heute insofern anders, als sie mit zu vielen Reizen konfrontiert werden und in ihrer Freizeit zu wenig Ausgleich durch Bewegung in der freien Natur erfahren. Der Freiraum ist heute deutlich geringer als früher. Eine große Rolle spielen auch die sozialen Medien. Kinder verbringen heute viele Stunde am Tag mit ihrem Smartphone.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eltern und Betreuer sind schneller überfordert und oft nicht in der Lage, auf die Bedürfnisse des Einzelnen einzugehen. Hierbei handelt es sich sicher um ein gesamtgesellschaftliches Phänomen, das wir an dieser Stelle nicht beheben können.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sicher ist es keine Lösung, diese Kinder medikamentös so weit zu sedieren, dass ein ungestörter Schulbetrieb möglich ist. Amphetamin ähnliche Medikamente können zeitlich befristet dazu beitragen, eine Krise zu entschärfen, sofern tatsächlich eine Hirnstoffwechselstörung vorliegt, sie sind aber unseres Erachtens nur eine Krücke und keine Dauerlösung – von Einzelfällen abgesehen. Ziel der Behandlung muss es daher sein, das Kind zu stabilisieren, so dass es den täglichen Anforderungen aus eigener Kraft gewachsen ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hier setzt die Klassische Homöopathie an. In einem ausführlichen Gespräch sowohl mit den Eltern als auch mit dem betroffenen Kind fügt der Homöopath aus den einzelne Puzzleteilchen ein Gesamtbild zusammen, das ihn dann zum passenden homöopathischen Mittel führt. In der Regel muss dieses Arzneimittel über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, denn ADS / ADHS ist nicht heilbar und kann in modifizierter Form auch im Jugend- und Erwachsenenalter fortbestehen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Die Behandlung mit einem homöopathischen Mittel hat den großen Vorteil, dass sie die Persönlichkeit des Kindes nicht verändert, sondern das Kind in seiner Entwicklung unterstützt und stärkt. Das gilt auch für Kinder, die zwar nicht an ADH / ADHS leiden, die aber dennoch durch unkonzentriertes, unaufmerksames oder gar aggressives Verhalten auffallen. Aus Sicht der Homöopathie kommt es weniger auf die Diagnose an als vielmehr auf die Symptomatik des einzelnen Patienten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 19 May 2025 10:51:10 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Alles schnieft und hustet</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Jeder Infekt stärkt die körpereigene Abwehr.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn es draußen kalt wird, und wir uns lieber im warmen Zimmer aufhalten als an der frischen Luft, werden viele von uns anfällig für Erkältungserreger aller Art: Schnupfen, Husten und Halsweh gehören zu den ständigen Begleitern des Winterhalbjahres. Vor allem Kinder, so scheint es, schnappen jede Erkältungswelle auf und bringen ihre Eltern zur Verzweiflung, wenn sie nachts husten und keuchen, statt zu schlafen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Während wir Erwachsenen über eine kompetente Abwehr verfügen, befindet sich das Immunsystem unserer Kinder noch in der Ausbildung, es muss lernen und reifen. Jeder Infekt, den ein Kind durchmacht, stärkt die körpereigene Abwehr und verhilft dem kleinen Patienten zu stabiler Gesundheit. Wenn wir jeden dieser harmlosen Infekte im Keim ersticken, kann das Immunsystem nichts lernen, was zur Folge hat, dass ein Kind auch mit zunehmendem Alter infektanfällig bleibt. In Fachkreisen wird auch diskutiert, inwieweit die Unterdrückung akuter Erkrankungen dazu beiträgt, dass die Anzahl destruktiver Autoimmunerkrankungen beständig zunimmt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Haben Sie als Eltern keine Angst vor Erkältungskrankheiten, die Naturheilkunde bietet zahlreiche, wirkungsvolle Behandlungsansätze. In der Klassischen Homöopathie haben wir die Möglichkeit, Sie oder Ihr Kind entweder akut zu behandeln oder ein Konstitutionsmittel zu verordnen. Akut behandeln wir, wenn Sie oder Ihr Kind grundsätzlich bei guter Gesundheit sind, Sie jedoch von einem heftigen Infekt gebeutelt werden. Eine konstitutionelle Behandlung empfehlen wir immer dann, wenn der Patient eine gewisse Anfälligkeit aufweist, beispielsweise wenn Ihr Kind jedes Mal erkältet ist, nachdem es im Schwimmbad war oder dergleichen. In diesen Fällen trägt die Homöopathie dazu bei, den Organismus zu stärken und zu stabilisieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In akuten Fällen können Sie neben einer homöopathischen Behandlung auch zur Phytotherapie oder zu wirksamen Hausmitteln greifen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Hustentee mit schleimlösender Wirkung
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Teemischung eignet sich zur Anwendung am Tag, da sie zur Verflüssigung des Schleims beiträgt und das Abhusten erleichtert. Der Hustentee ist auch für kleine Kinder ab dem 12. Lebensmonat geeignet (ohne Honig ab sechs Monaten).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie können sich die Mischung in Ihrer Apotheke zusammenstellen lassen. Damit der Tee seine Wirkung nicht zu schnell verliert, bewahren Sie ihn lichtgeschützt in einem Braunglas oder in einer Dose auf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dosierung:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Übergießen Sie 1 TL von der Mischung mit 250 ml kochendem Wasser und lassen Sie den Tee zugedeckt zehn Minuten ziehen. Bei Bedarf mit Honig süßen und drei Tassen über den Tag verteilt warm trinken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Süßholz
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verwendet wird die Wurzel, sie wirkt auswurffördernd, entzündungswidrig und krampflösend und ist 50-mal süßer als Zucker, verbessert also den Geschmack des Tees.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Isländisch Moos
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Flechte ist reich an Schleimstoffen und wirkt daher reizmildernd auf die entzündeten Schleimhäute in Mund und Rachen. Auch bei Reizhusten geeignet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Spitzwegerich
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verwendet werden die getrockneten Blätter, sie wirken schleimlösend und reizmildernd.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Hagebutte (Heckenrose)
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die getrockneten Schalen der Hagebutte sind reich an Vitamin C und tragen so zur Stärkung der Abwehr bei.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie benötigen für den Hustentee:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Süßholzwurzel 20,0
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Isländisches Moos 10,0
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Spitzwegerichblätter 10,0
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hagebutten ohne Kerne 10,0
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Brustwickel mit Kartoffeln
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gekochte Kartoffeln sind ein hervorragender Wärmespeicher, sie lindern den Husten und wirken schleimlösend.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So wird`s gemacht:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kartoffeln weichkochen, mit der Schale auf das Stofftaschentuch legen (mit einem Blatt Küchenpapier zwischen Kartoffeln und Taschentuch lassen sich die Kartoffeln später bequem entsorgen) und etwas abkühlen lassen, bis die Kartoffeln nicht mehr heiß sind.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Seiten des Taschentuchs zu einem Päckchen übereinanderschlagen und mit Heftpflaster fixieren.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kartoffeln mit den Fäusten zerquetschen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bevor Sie Ihrem Kind das Päckchen auf die Brust legen, bitte unbedingt die Temperatur überprüfen, damit sich das Kind nicht verbrennt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Päckchen auf die entblößte Brust des Kindes legen und ein Wolltuch oder einen Schal drum herumwickeln, anschließend Unterhemd und Schlafanzug anziehen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auflage entfernen, wenn die Kartoffeln nicht mehr warm sind (kann auch während des Schlafs liegen bleiben).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie benötigen für den Brustwickel:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            zwei bis drei mittelgroße Kartoffeln
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ein Stofftaschentuch
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Küchenpapier
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Heftpflaster
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            einen Wollschal oder ein Wolltuch
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Gurgellösung mit Salbei bei Halsschmerzen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei beginnender Halsentzündung bereiten Sie einen Tee aus getrockneten Salbeiblättern (1 TL auf 250 ml Wasser). Diesen lassen Sie zugedeckt zehn Minuten ziehen und füllen den lauwarmen Tee in eine Thermoskanne. Gurgeln Sie so oft wie möglich mit dem warmen Tee, er wirkt desinfizierend und eignet sich hervorragend zur Behandlung einer beginnenden Entzündung von Mund und Rachen. Auch kleine Kinder können bereits mit Salbei gurgeln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn die Halsentzündung bereits weiter fortgeschritten ist, hilft Gurgeln mit einer gesättigten Salzlösung. Dazu geben Sie 1 TL hochwertiges Speisesalz in ein Glas mit lauwarmem Wasser und gurgeln ebenfalls mehrmals täglich damit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Lavendelöl
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zur Beruhigung der gereizten Bronchien eignet sich Lavendelöl 10 % (z.B. von Wala). Lavendel wirkt entspannend auf das Zentralnervensystem und auf das Nervensystem des Atemtrakts. Es fördert einen erholsamen Schlaf. Dazu reiben Sie Brust und oberen Rücken Ihres Kindes mit dem zimmerwarmen Öl ein. Eignet sich zur Anwendung vor dem Schlafengehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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